Die letzten Plattenläden von Hannover

25
Hannover Rock City: Trotz CeBIT, Expo 2000, Erstligaverein, den Scorpions, gescheiterten Präsidenten und Kanzlern – die Leine-Stadt bleibt eine Provinz-Metropole und müsste sich eigentlich nicht mit Disney-Ländern wie Hamburg oder Berlin vergleichen. Im Verhältnis zu den ähnlich großen Ballungszentren Stuttgart oder Nürnberg wird jedoch schnell klar: Hannover muss sich vor diesen Städten nicht verstecken – schon gar nicht in Bezug auf Plattenläden.

Auch wenn glorreiche Tonträgergeschäfte wie Musicland, Boots, Die Schallplatte, Can, Blue Note, Pop-Center, Govi, Phonac, Heimann oder Powerhouse nicht mehr existieren – die niedersächsische Hauptstadt ist immer wieder einen „Digging-Trip“ wert. Auch die Flohmärkte Leineufer und Lagenhagen sowie die Plattenbörsen können in diesem Bereich hilfreich sein. Im Folgenden habe ich zu einigen Plattenläden in Hannover meine zutiefst subjektiven Einschätzungen aufgelistet.

25 Music
25 Music in der Lister Meile war irgendwie schon immer da. Früher befand sich das Geschäft im Hinterhof – vor einigen Jahren wurde dann mit dem Umzug in die heiligen Hallen des ehemaligen Flitz-Sport-Skatboardladens der Sprung in die ersten Reihe vollzogen. Die Musikinstrumenten und -equipmentabteilung musste dabei leider dran glauben.
Vorne ist nun die Auswahl an CDs und Musik-Büchern groß – im Hinterraum dreht sich alles ums Vinyl. Und das ist mittlerweile im so großen Stil eingekauft worden, dass selbst Millionenstadtdigger neidisch werden könnten. Auch Neuware ist umfangreich vorhanden.
Legendär sind die Rudi Keuntjes Konzertfotos von berühmten Musikern wie Nirvana oder Elastica die auch heute noch – trotz Abwesenheit des Fotografen – an den Wänden hängen. Sicherlich mittlerweile die erste Adresse für den Instant-Musikkauf in Hannover.
Lister Meile 25
30161 Hannover

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Qype

Dithmar’s – Das etwas andere Kaufhaus
Das Original. Ein ganzes Haus in der List voll mit Krams. Wer hier her findet, der bleibt erst einmal. Ganz hinten gibt es auch viele Platten aus diversen Wohnungsauflösungen. Vielleicht ist eine Rarität dabei? Wer sich durchwühlt, der gewinnt. Manchmal.
In der Steinriede 7
30161 Hannover

Qype

Monster Records
Direkt im Herzen von Hannover – gelegen an einem der meist frequentierten Verkehrsknotenpunkte der niedersächsischen Motor-Stadt. Zwei Häuser weiter wohnte und experimentierte der Erfinder der Schallplatte. Also historisch gesehen kein schlechter Ort für ein Vinyl-Geschäft mit zwei Zimmern.
Der Schwerpunkt liegt auf Punk/Hardcore/Indie und Artverwandten zu fairen Preisen. Obwohl die 11-Toes-LP Pinch mit 100 Euro ironisch eher im hochpreisigen Segment angesiedelt wird. Auch erfreulich viele Singles sind vorhanden.
Bei In-Store-Gigs von Punk-Bands aus der anderen Stadt vibrieren gerne schon mal die Wohnungsdecken des gesamten Blockes. Die Öffnungszeiten sollen sich von anderen beruflichen Aktivitäten des Eigentümers ableiten. Da der Laden eher neueren Ursprungs ist: Unbedingt besuchen und überprüfen!
Oeltzenstrasse 1
30167 Hannover

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Hot Shots Records (CLOSED!!!)
Spinal Tap lässt grüßen: Hier wird (Classic-)Rock noch groß geschrieben. Doch auch die anderen Musikarten Metal und Blues-Rock haben hier ein Zuhause. Dazu kommt Artverwandtes und Neuerscheinungen. Die ehemaligen Hallen schräg über der Fast-Food-Domäne am Steintor wurden vor langer Zeit mal vom berühmten Musicland beherbergt. Nach elf Jahren Nachnutzung ist Hot Shots Records dann Pfingsten 2013 in die Herschelstrasse fast gegenüber umgezogen.
Der Schwerpunkt liegt auf CDs jedes Alters – doch auch das Vinyl steht noch in soliden Mengen in den gelben Kisten. Viele Boxsets locken von hinter der Kasse. Autogrammstunden und Unplugged-Gigs haben unter anderem schon Künstler wie Carl Carlton, Uli Jon Roth oder Rose Tattoo in das Etablissement gelockt.
Achtung! Nun umgezogen: Jetzt in der legendären Herschelstrasse in einer noch größeren Kathedrale.
Herschelstrasse 32
30159 Hannover

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Qype

Hugendubel
Auch hier. Bevor der Taschenrechner gnadenlos zuschlug war das mal Schmorl und von Seefeld.
Bahnhofstrasse 14
30159 Hannover

Qype


Media Markt/Saturn

Mittlerweile auch 104505050mal in Hannover.

Ohrwurm
Früher gab es dort die günstigsten CDs der Welt. Mittlerweile hat sich der Laden etwas vergrößert. Gebrauchte CDs gibt es aber immer noch zu korrekten Preisen. Jede Menge andere Medien auch. Vinyl ist eher nur in Restbeständen anwesend.
Deisterstrasse 32
30449 Hannover

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Qype

Rockers
Ewig schon in Hannover-Linden am Start. Zeitweise sogar mit Zweigfiliale in der anderen Stadt. Die Mode-Klamotten mussten mittlerweile weichen – was dem Vinyl-Plattensortiment sehr gut getan hat.
Konzentriert wird sich hier im wesentlichen auf Punk/Hardcore/Indie. Aber auch Rock, Soul, Reggae, Hip Hop ist vertreten – und die Jazzecke ist neuerdings solide aufgefüllt. Henry Rollins hat dort seine Joy-Division-Platten erstanden. Relevante Filme auf DVD und Blu-ray sowie alte Musik-Bücher und Magazine sind vorhanden. Die Online-Aktivitäten sollten nicht unterschätzt werden.
Weckenstrasse 1
30451 Hannover

In The News: Plastic Bomb

Tonvermittlung
Berliner Allee 56
30175 Hannover

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Qype

Zweitausendeins-Shop
Hannoveraner Verkaufsstelle des von Kinowelt aufgekauften “Alt-68er-Versandhandels”. Gegenüber vom Pavillon. Unterbietet vom Preis alles in der realen und sogar digitalen Welt. Allerdings kaum Vinyl. Irgendwie kommt mir das Sortiment hier umfangreicher und besser als in anderen Zweitausendeins-Städten vor.
Friesenstrasse 57
30161 Hannover

Dieser Artikel ist ein kostenloser, nicht kommerzieller Service von Jens Kupillas. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität oder Objektivität. Druckfehler und Änderungen vorbehalten.

Welcher Typ von Plattensammler sind Sie?


1. Der “Core”-Plattensammler
Für den “Core”-Plattensammler muss jede Schallplatte ein absoluter Knaller sein. Die Sammlung soll das perfekte Abbild der eigenen Person darstellen. Schwachstellen müssen deswegen kontinuierlich ausgemerzt werden.
Dabei kommt es besonders auf die musikalische, klangliche, ästhetische und kommerzielle Qualität an. Alles was nicht den eigenen Ansprüchen – die sich selbstverständlich analog zur Lebenserfahrung “weiterentwickeln” – genügt, wird demonstrativ an den verdutzten Bekanntenkreis verramscht oder unter großer Ankündigung zur nächsten Müllhalde gefahren.
Die Sammlung darf natürlich auch auf keinen Fall ein Ausmaß annehmen, das über das Fassungsvermögen des Ikea-Regals Expedit (ca. 1500 Exemplare) hinaus geht.

2. Der Vinyl-Investor
Dem Vinyl-Investor geht es um eine gute Geldanlage. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten suchen solche wohlhabenden Jungunternehmer oft nach einer Möglichkeit, um ihren finanziellen Überschuss in materielle Gegenwerte umzuwandeln, bevor das Finanzamt ihnen in die Quere kommt.
Wenn der Großteil schon in Gold und Immobilien gesichert wurde: Warum nicht mal etwas Risikokapital in etwas total abgefahrenes wie alte Vinyl-Platten stecken? Das macht die eigene Person interessant im Bekanntenkreis und gibt einem zusätzlich einen leicht rebellischen Anschein. Musik spielt dabei keine Rolle. Es zählt nur allein der Wert.
Solche Investments zahlen sich jedoch so gut wie nie aus, da die als extrem selten und rar angepriesenen Exponate sich in der Regel als total wertlos entpuppen. Doch das ist dem Vinyl-Investor egal. Den Spaß war es wert.

3. Der Kulturarchivar
Wen nicht er, wer dann? Der Kulturarchivar hat ausschließlich hohe und ehrenwerte Ziele. In Zeiten des unreflektierten Kulturverfalls liegt es an ihm, das wertvolle musikalische Erbe der Menschheit zu sichern.
Deswegen sammelt er auch so viele Schallplatten wie er sich gerade noch leisten kann. Oft auch zur Sicherheit mehrere Exemplare pro Ausgabe. Unabhängig von der musikalischen Qualität oder Zustand. Es gilt möglichst viele bald verlorene Schätze für die Ewigkeit zu konservieren.
Der größte Traum des Kulturarchivars ist es, irgendwann in ferner Zukunft von einer wichtigen Institution wegen einer nicht mehr auffindbaren Ausgabe kontaktiert zu werden. Diese hat er dann selbstverständlich auf Lager und stellt sie gnädig zur Verfügung.

4. Der Musikliebhaber
Dem Musikliebhaber geht es ausschließlich um das Hören von guter Musik. Schallplatten kauft er nur wegen den immensen Klangvorteilen. Deswegen sind ihm auch Originalpressungen so wichtig, da natürlich nichts, aber auch gar nichts jemals an den Klang der Erstauflage heran reichen kann.
Auf Sammler und Händler schaut der Musikliebhaber angewidert herab. Für ihn handeln solche Personen ausschließlich aus niedrigen Beweggründen.
Von seinen über 10.000 LPs und 6000 Singles hat er jede ausgiebig studiert und analysiert. Trotzdem stehen immer noch viele Neueingänge ungehört in der Ecke seines Musikzimmers. Das ist ihm dann vor anwesenden Gästen immer hochgradig peinlich.

5. Der Plattenspezialist
Am Anfang stand die Erkenntnis: Man kann nicht alle erschienenen Schallplatten erwerben. Unmöglich. Wenn man sich jedoch auf eine kleine Nische konzentriert, kann man dort in einer Lebensspanne eventuell vorzeigbare Ergebnisse erzielen.
Dieser Bereich wird in der Regel schon in der frühsten Jugend des Plattenspezialisten vordefiniert. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Ein seltenes Label, eine längst vergessende Musikrichtung, das umfangreiche Werk eines einzelnen Künstlers: Je ausgefallener, desto besser.
Besonders clevere Vertreter dieser Art spezialisieren sich auf ein ausgestorbenes Medium wie Schellackplatten oder 8-Tracks. Die natürlichen Feinde des Plattenspezialisten sind Komplettausgaben, Reissue-Label und das Internet.

6. Der Plattenkommunikator
Schallplatten sind für den Plattenkommunikator nur ein Mittel zum Zweck. Und zwar um das Haus verlassen zu dürfen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und um sich selbst möglichst häufig darzustellen. Denn nur im Dialog mit Anderen lernt er sich selber wirklich kennen und schätzen.
Deswegen redet der Plattenkommunikator auch ununterbrochen. Meistens über sich selber oder über seine wenigen Platten, welche in diesem Fall nur einen “MacGuffin“ darstellen.
Diese Spezi hat naturgemäß wenig Ahnung von Musik im Allgemeinen oder von Schallplatten im Besonderen. Sie ist vor allem für Plattenhändler der größtmöglich anzunehmende Alptraum.

7. Der Plattenreaktionär
In einer fernen Vergangenheit kosteten Schallplatten einmal zehn Deutsche Mark. Das sind umgerechnet etwa fünf Euro. Mehr gibt der Plattenreaktionär auch heute nicht für Platten aus. Aus Prinzip und um gegen die fortschreitende Kapitalisierung aller Lebensbereiche zu demonstrieren.
Das aktuelle Preisniveau, die finanzielle Situation des Verkäufers oder gar die gestiegenen Lebenshaltungskosten interessieren ihn dabei ebenso wenig wie die Qualität seiner eigenen Sammlung. Deswegen kann man Plattenreaktionäre überwiegend beim Wühlen in 1-Euro-Kisten (bei jeder Wetterlage) oder beim Verhandeln mit genervten Verkäufern um niedrige Cent-Beträge beobachten.

8. Der Plattensammler
Für den Plattensammler haben Schallplatten den großen Nachteil, dass man sie auch hören kann. Diese Tatsache belastet ihn unheimlich stark. Denn während der Briefmarkensammler Erwerbungen schnell und unkompliziert weg sortieren kann, hat der Plattensammler immer einen großen Stapel an Neueingängen vor seinen Ohren stehen.
Wirkliche Plattensammler sind auch immer Komplettisten. Jedes noch so unwichtige Lebenszeichen eines Musikers wird archiviert. Unabhängig von dessen Qualität.
Symptome die bei Plattensammlern auftreten ähneln denen von Suchtkranken. Plattensammler bleibt man, wie auch Alkoholiker, ein Leben lang.

9. Die Plattenpackratte
Plattenpackratten kaufen alles was ihnen unter die Finger kommt. Hauptsache schwarz, rund und mit einem Loch in der Mitte. Auch hier spielt Qualität keine Rolle. Hauptsache viel und billig.
Es gibt oft Überschneidungen zu anderen exzessiven Verhaltensarten wie Drogenkonsum, Arbeitsverweigerung oder mangelnde Körperhygiene. Wohnungen von Plattenpackratten ähneln denen von normalen Messies, nur muss für die Entrümpelung nach deren Ableben mehr ausgegeben werden.

10. Der Plattenhändler
Der Plattenhändler ist der natürliche Feind eines jeden Plattenkäufers. Er verachtet den Kunden und der Kunde verachtet ihn. Die gesamte Musikindustrie ist seit Beginn von dieser Dualität geprägt.
Jeder Plattenhändler war, bevor er aus Mangel an Alternativen zum Händler aufstieg, selbst einmal ein Plattensammler. Jetzt hat er für diese untere Evolutionsstufe nur noch Verachtung über. Dies wird in der Regel mit dogmatischen Phrasen wie „Was willst Du?“ quotiert.
Trotzdem widerfahren dem Plattenhändler in dunklen Momenten gelegentlich noch Rückfälle. Er behält dann die wertvollsten Neueingänge für seine private und geheime Kollektion ein.

11. Der Frust-Digger
Für den Frust-Digger ist der Plattenkonsum im besten Fall ein Symptom für mangelnden Sex. Normaler Weise jedoch eher ein Substitut für familiäre Beziehungen, Kinderwunsch oder ein erfülltes Leben.
Der Kauf von Schallplatten soll seinem Leben irrationaler Weise einen tieferen Sinn geben. Dieses Ziel wird naturgemäß nie erreicht. Deswegen ist der Frust-Digger ein einsames und sehr hasserfülltes Lebewesen, welches seine Mitmenschen ständig für das eigenes Versagen verantwortlich macht.
Der Frust-Digger ist auch immer pleite (oder gar verschuldet) und nicht mehr Herr seiner Lage. Ein Sklave der eigenen ekelhaften Triebe. Tief gezeichnet und immer auf der rücksichtslosen Suche nach dem nächsten Platten-Fix. In den Medien wird er auch öfters als Vinyl-Junkie beschrieben.

Slowboat Films stellen den Status quo in Frage

So einfach kann das sein: Einige wenige Klicks und schon lädt ein neuer Kinofilm in hoher Qualität aus dem Internet auf den eigenen Computer. Der Filmkonsum kann in wenigen Minuten starten. Ohne komplizierte Anmeldung, langwierige Urheberrechtsbelehrungen oder nervige Kopierschutzverfahren. Und das noch auf sogenannten legalem Wege.

Moderne Science-Fiction? Wirre Fantasien von Computernerds auf LSD? Verschwörungstheorien von „ideologisch verwirrten Web-Kommunisten“? Nein. Bei Slowboat Films schon länger vorbildliche Realität. Die Werke der im hessischen Rodgau ansässigen Filmemacher um M. A. Littler können auf deren Homepage schnell und einfach erworben werden.

Zur Auswahl stehen Downloadlinks zu DivxHD-Files mit hoher Auflösung (1920 x 1080). Wahlweise können die englischsprachigen Filme mit Untertiteln oder ohne geladen werden. Die Links werden per Email zugesandt und sind 24 Stunden gültig. Das Herunterladen eines Filmes kostet dabei nur schlappe acht Euro. Die Bezahlung erfolgt traditionell über Paypal.

Sollte eine DVD-Version des Werkes vorliegen, kann diese auf der selben Weise für 20 Euro bestellt werden. Die Website ist übersichtlich und einfach zu navigieren. Die wichtigsten Information und Trailer zu den Filmen geben schnell einen Überblick darüber, was man dort kauft.

Und das ist nicht weniger als eine komplett eigene Sicht auf die Welt. Im durchaus positiven Sinne. Mit „The Folk Singer“ wurde im Jahre 2008 die Arbeit des Regisseurs, Autoren und Produzenten M. A. Littler einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Die Mischung aus Dokumentation und Spielfilm zeigt hungrige Musiker um Possessed by Paul James und Scott H. Biram abseits von Shopping-Malls und Rockstarvisionen in Texas und Louisiana.

Zuvor waren bereits einige Filme, zum Beispiel über die Schweizer Band The Dead Brothers oder den Fotografen und Schriftsteller Miron Zownir, erschienen. Das neuste Roadmovie „The Kingdom of Survival“ führt Littlers Streben nach einer von Werner Herzog beschriebenen „Ecstatic Truth“ zu neuen Höhepunkten.

Darin werden die Theorien von Vordenkern aus dem linken Spektrum wie Noam Chomsky, Mark Mirabello, Ramsey Kanaan oder Joe Bageant am Ende vom Farmer und Folk-Musiker Will „The Bull“ Taylor mit einer klaren Absage an die „Culture of Complaning“ aufgelöst.

Die Selbstbestimmung wird zu einem zentralen Punkt. Mach wie beim Baseball das Beste aus den Dir zugeworfenen Bällen! Genau dies tun auch M. A. Littler und Slowboat Films mit Ihren Werken und deren direkten Vertrieb über das Internet. Ein eigentlich ganz normaler Vorgang.

Das Marc A. Littler auch einiges zu erzählen hat, kann man in diesen Interviews überprüfen:
M.A. Littler Interview by Gerry Fialka
Reeling The Real Interview: M.A. Littler
Interview at 19th Raindance Film Festival

The Kingdom of Survival: Official Trailer:

Zehn Arten Plattenkäufer zur Weißglut zu bringen


1.
Nehmen Sie alle verkaufte Schallplatten nach der Bezahlung aus den Schutzhüllen und behalten Sie diese kommentarlos ein. Plastiktüten führen Sie aus Gründen der Gewinnmaximierung grundsätzlich nicht. Seien Sie dabei so unfreundlich, wie es das Gesetz noch zulässt.

2.
Stellen Sie Neueingänge immer wahllos zwischen Ihre alten Platten, damit wegen Überfüllung ein Durchblättern unmöglich wird. Preisen Sie die Ware auch prinzipiell nie aus. Sollte ein Kunde trotzdem Interesse zeigen, gleichen Sie vor seinen Augen die Platte, unabhängig von Zustand, Pressung oder Einkaufspreis, online mit den relevanten Preisen bei Ebay, Discogs und Popsike ab. Schlagen Sie dann auf den ermittelten Höchstpreis für nicht verkaufte Original-Pressungen noch fünf Euro für fehlendes Porto und Verpackung drauf.

3.
Akzeptieren Sie aus Steuergründen niemals EC- oder Kreditkarten. Lehnen Sie zusätzlich Kleingeld kategorisch ab. Stellen Sie auch keine Quittungen und Rechnungen aus. Sollte ein Kunde trotzdem darauf bestehen, verlangen Sie dann nachträglich noch 19 Prozent Umsatzsteuer auf den Kaufwert.

4.
Ziehen Sie wahllos eine obskure, aber unhörbare Prog- oder Krautrockplatte aus den 1970er-Jahren aus Ihrem Sortiment hervor. Kennt der potenzielle Käufer diese nicht, sagen Sie sehr laut, so dass die immer anwesenden Plattennerds im Laden es hören können: “Was? Die hast Du nicht?! Die brauchst Du aber sehr dringend!”.
Sollte der Kunde dann keinen Kaufimpuls artikulieren, urteilen Sie noch lauter dogmatisch mit erhobenen Zeigefinger: “Ich dachte bisher immer, Du interessierst Dich für Musik!” oder „Aber von Pink Floyd haste schon mal etwas gehört?“.

5.
Erwerben Sie billige Bootlegs und Schwarzpressungen von Rock-Klassikern aus Ost-Europa und England. Verkaufen Sie diese an ahnungslose Kunden als offizielle Ausgaben. Idealer Weise mit dem Zusatzschild: “US-Original, Mint/Mint” oder “Rarität“. Kann auch mit günstigen Reissues funktionieren.

6.
Kleben Sie auf willkürliche Schallplatten Preisschilder mit astronomischen Summen. Lassen Sie auch niemals mit Ihnen handeln. Sollte ein Kunde kritische Ansichten zu Ihren überteuerten Preisen haben, sagen Sie gleichgültig: “Im Internet gehen diese Platten sofort für diese Preise weg!”.

7.
Öffnen Sie Ihren Laden/Stand niemals analog zu den normalen Geschäfts-Öffnungszeiten.
Nutzen Sie die viele freie Zeit, um auszuschlafen und andere Geschäfte und Flohmärkte nach Angeboten und Schnäppchen zu durchforsten. Bieten Sie dann diese Ware in Ihrem Laden an und verdoppeln Sie den ursprünglichen Preis.

8.
Präparieren und restaurieren Sie kaputte Platten, um Sie dann als neuwertig verkaufen zu können. Nutzen Sie dafür Buntstifte, Kleber, nicht zu entfernende Preisschilder, sowie Wasch- und Schleifmaschinen.

9.
Kaufen Sie keine Platten an. Vor allem keine Klassiker, Standards oder gar Raritäten. Lehnen Sie auch Neuware aus moralischen Gründen komplett ab. Vertreten Sie dies offensiv nach Außen mit Argumenten wie Qualitätsnachteile oder Kapitalismuskritik. Verschweigen Sie Steuervorteile, eigenes Unvermögen bei der Akquise und gigantische Gewinnmagen. Äußern Sie sich ähnlich zu CDs, SACDs, DVDs, Blu-rays, MP3s, Streaming, Downloads, Videospiele, Smartphones, Internet und moderner Live-Musik.

10.
Richten Sie Ihr Sortiment konsequent auf Touristen und Gelegenheitskäufer aus. Verkaufen Sie bessere Ware sofort und ausschließlich im Internet. Erwähnen Sie gegenüber Stammkunden in diesem Zusammenhang auch regelmäßig Plattenbörsen im Ausland. Lachen Sie über jeden Käufer, der den Laden verlassen hat.

Bei Lieblingsplatten-Berlin gibt es die andere Seite der Medaille zu lesen.

Welche Nachteile Vinyl-Schallplatten haben

Wer etwas in der musikalischen Welt auf sich hält kauft analoge Vinyl-Schallplatten und schreit dies auch bei jeder Gelegenheit in das digitale Universum hinaus.

Die Vorteile liegen dabei ja auch klar auf der Hand: Die über 60 Jahre alte unkomprimierte Schallplatte klingt vermeintlich wärmer, tiefer und besser als herkömmliche digitale Tonträger. Durch die Größe des Covers wird das haptische Erlebnis zusätzlich verstärkt.

Die Unmöglichkeit des hin- und her-„skippens“ führt meistens dazu, dass der Hörer Alben auch öfters wieder vollständig hört. Im Gegensatz zu digitalen Musikmedien, wie 100.000 Songs umfassende MP3-Festplatten-Sammlungen oder 35-CDs-Boxsets, ist nach spätestens 25 Minuten (die maximale Länge einer LP-Seite) ein erstes, absehbares Ende erreicht. Eine beruhigende Tatsache.

Auch der Prozess des „Diggins“, das Suchen und Finden von meistens alten, seltenen Schallplatten-Artefakten, ist eine viel amüsantere Erfahrung als der schnelle Klick bei iTunes oder Amazon. Hinzu kommt, dass der Vinyl-Kauf nicht selten eine lukrative Wertanlage darstellt. Von „politischen“ Gründen für die CD-Abstinenz ganz zu schweigen.

Das in den letzten Jahren wieder mehr, aber immer noch im Verhältnis zu vergangenen Absatzzahlen oder aktuellen CD-Verkaufszahlen erschreckend wenig Leute Platten kaufen, hat sicher auch etwas mit den obsoleten digitalen Speichermedien zu tun.

Viele Nutzer lesen mittlerweile die Daten von den kleinen silbernen Scheiben nur aus, um sie dann auf dem MP3-Spieler oder auf der Computerfestplatte zu verwalten und platzsparend zu transportieren. Zudem gibt es jede Menge illegale Alternativen zum Kauf. Es scheint, als wäre die CD (obwohl immer noch Rückgrat der deutschen Musikindustrie) in Musikliebhaberkreisen bereits nach etwa 20 Jahren im Angesicht des Mediennutzungswandel schon wieder zu einem Auslaufprodukt geworden.

Dabei sollte man nicht vergessen, dass selbst die Hochphase des Vinyls im Verhältnis zu der dessen Vorgänger der Schellack-Platte zeitlich wesentlich geringer war. Einige Plattensammler – wie der dogmatische Joe Bussard – lehnen noch heute den Vinylkonsum konsequent als modernen Wahnsinn ab.

Doch in Zeiten wo viele Plattenhändler eher potenzielle Abzocker, anstatt verlässliche Kundenberater sind, ähnelt der Schallplatten-Kauf nicht selten der Teilnahme an einer dubiosen Kirmes-Lotterie. Viele gebrauchte und sorgfältig geprüfte Exemplare des immer teurer werdenden Musikgoldes knacken, knistern und leiern selbst nach intensiver Reinigung.

Die Plattenregale sind gefüllt mit schlechten holländischen Pressungen und illegalen Billig-Neuveröffentlichungen, so genannten „Counterfeits“. Und sogar der Klang vieler Neuausgaben von großen Labels ist nicht selten eher bescheiden, da oftmals einfach das griffbereite CD-Master im billigen Ausland auf schlechtem Vinyl gepresst wurde. Der Sound der Platte ist dann, selbst im direkten Vergleich zur günstigeren CD, oft tot und leblos.

Hinzu kommt, dass viele findige Subjekte mittlerweile Platten ohne Rücksicht auf Verluste aggressiv reinigen und abschleifen. Besonders auf Flohmärkten können so seltene Ausgaben an Touristen und sonstige Ahnungslose als neuwertig („Mint“) teuer verkauft werden. Auch wenn dem Sammler eine gut erhaltende Originalausgabe oder eine solide Neuveröffentlichung den Spaß am Platten kaufen erhält; der Kunde weiß folglich im Gegensatz zum CD-Kauf letztendlich selten wirklich genau, was er für sein schwer verdientes Geld auch bekommt.

Auch wenn mit digitalen Medien schwer glaubwürdig als DJ aufzulegen und viel gute Musik überhaupt nie oder erst viel später digital erschienen ist: Der größte Nachteil der klobigen Schallplatte ist allerdings, dass man sie schwer günstig brennen, runterladen oder beliebig vervielfältigen kann. Für echte Musikliebhaber mit begrenzten Budget ein leider immer noch schlagendes Argument.

Ein weiterer Punkt, der einem den Erwerb von gebrauchten Schallplatten gründlich versaut, ist das Internet. Im Zeitalter von Smartphones und einer fast grenzenlosen Informationsverfügbarkeit sind viele Plattenhändler zeitnah über den potenziellen Wert ihrer Ware bestens unterrichtet.

Mittlerweile werden also die meisten Vinyl-Platten gnadenlos durch den Popsike-Filter (eine Website die Ergebnisse von Schallplatten-Auktionen speichert) gejagt. Mit von den Käufern mit generierten horrenden und teilweise unverschämten Preisen als Ergebnis. Denn diese Preise werden ja bezahlt.

Für einige an der Insolvenz schrammende oder gar schwarz agierenden Verkäufer ohne große berufliche Alternativen ein logischer Vorgang. Eine uninteressante Kaufoptionen aber für Schnäppchenjäger und normale Kunden. Vor allem, wenn die neue, remasterte CD-Version nur noch einen Bruchteil von der uralten Schallplatte kostet.

Das Sammeln von seltenen Platten entwickelt sich immer mehr zu einem dekadenten Hobby für gut betagte Menschen. Wurde früher noch eher in Porzellan- oder Briefmarkensammlungen investiert, stehen nun heute vermehrt teure Platten im Fokus der gelangweilten Elite.

Der Turbo-Kapitalismus hat in diese ehemals von vermeintlich linken Besserwissern dominierte Bastion Einzug gehalten. Gnadenlose Vorreiter sind nicht die mit unterm Strich fairen Preisen agierenden Elektrofachmärkte oder Internetversandhäuser, sondern oft der kleine, skrupellose Plattenverkäufer von um die Ecke.

Disclaimer: Dieser Artikel ist erstmalig am 20. August 2008 erschienen. Ich habe ihn am 8. April 2011 aber nochmal stark überarbeitet.

Wo man in Berlin noch Platten und CDs kaufen kann

recordstore

Plattenläden in Berlin: Es gibt bestimmt nicht viele Branchen in denen sich noch mehr Abzocker und schwarze Scharfe herumtreiben als im Musikinstrumentenhandel. Der Vinyl-Schallplatten-Handel kann es jedoch locker mit jedem überteuerten Gitarrenladen aufnehmen. Trotzdem gibt es gerade in Berlin immer noch einige gute Geschäfte für den Erwerb von Tonträgern.

Eine weitere lukrative Bezugsquelle für Vinyl und sonstige physische Musik-Tonträger sind die Flohmärkte Mauerpark, Arkonaplatz, Museumsinsel, Straße des 17. Juni, Rathaus Schöneberg, Ostbahnhof, RAW-Gelände und Boxhagener Platz. Auf dem Mauerpark sind dann auch unter anderem die netten Herren von Lieblingsplatten oder Holy’s Hit Records regelmäßig zu finden.

Da ich mich überwiegend auf musikalischen Gebieten wie Rock, Pop, Folk, Country, Western, Americana, Blues, Jazz, Punk, Hardcore, Alternative, Metal, etc. bewege, kann ich selbstverständlich wenig über Läden mit musikalischen Schwerpunkten wie Techno, House, Hip Hop oder Klassik berichten. Im Folgenden habe ich zu einigen Berliner Verkäufern meine zutiefst subjektiven Einschätzungen aufgelistet.

A – C

180g
Köpenicker Strasse 10
10997 Berlin-Kreuzberg

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Yelp

33rpm
Der Laden wird geteilt. Er befindet sich am Anfang der Berliner „Music-Row“ Wrangelstraße. Viele tanzbare Schallplatten sind hier vorhanden. Mit einer manchmal eigenwilligen Ordnung. Dafür gibt es auch einige Raritäten, die wirklich welche sind. Und gelegentlich auch Neuware.
Wrangelstasse 95
10997 Berlin-Kreuzberg
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In The News: Zeit Online

Alberto Records
Neuer Preis draufgeklebt! Warum auch nicht? Soll aber auch mal anders gewesen sein. Jetzt viele Platten aus den Rockjahrzehnten. Der hintere Geschäftsteil ist privat. Sieht dafür aber etwas besser aus. Kann man machen.
Gneisenaustrasse 56
10961 Berlin-Kreuzberg

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Alley Music (CLOSED!!!)
Lokalisiert über dem umfangreichen Pop-Culture-Warehouse am touristischen Heinrichplatz in Kreuzberg. Leckeres Schellack hängt an den Wänden. Der Verkäufer ist eine positive Ausnahme. Sehr nett und freundlich. Der weiß, was er verkauft. Viel Jazz und Blues, aber auch Indie und einige Rock-Schätze. Ich habe dort meine Country-Sammlung komplettiert. Das ist Berlin. Unbedingt mal was kaufen!
Oranienstrasse 195
10999-Berlin-Kreuzberg

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Allotria
Brusendorfer Strasse 24
12055 Berlin-Neukölln

Antikbüro – Wolfgang Sahler
Weimarer Strasse 33
10625 Berlin-Charlottenburg

Antiquariat Thomas Rauh
Ein zentraler Berliner Ankaufspunkt für viele überschüssige Platten. Sehr gut Online vernetzt. Inklusive Webstore, der jedoch nicht immer identisch mit dem Ladenangebot ist. Bücher tragen die Hauptlast dieses Antiquariats am nahen Helmholtzplatz. Die Plattenkisten wachsen allerdings immer weiter in der Mitte des Geschäfts. Auch Jazz und Klassik ist neben den üblichen Rock- und Indiegeschichten zu finden. Dazu gibt es viele 1-Euro-Angebote.
Raumerstrasse 3
10437 Berlin

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Audio-In
Elektronisch. Und zwei Kisten mit Indie. Angebote stehen auf der Strasse. Darum.
Libauerstrasse 19
10245 Berlin-Friedrichshain

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A & V Records (O-Ton)
Friedelstrasse 5
12047 Berlin-Neukölln

Bass Cadet Recordstore
Weserstrasse 189
12047 Berlin-Neukölln

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Beatillz
Schlesische Strasse 29-30
10997 Berlin-Kreuzberg

Bis Aufs Messer Records
Aus den 1990er-Jahren erwachsen. Hier geht es Rund. Es befindet sich dort eine Warenauslage, die von Hardcore, Punk, Alternative und Metal bis hin zu neueren Spielarten wie Emo oder Screamo reicht. Auch Folk und Blues werden neu angeboten.
Die Pressungen sind aufgrund des musikalischen Hintergrunds von eher aktuellerem Datum: In kaum einem anderen Berliner Laden gibt es noch so viele verschweißte Neuerscheinungen zu kaufen. Ich habe neulich Reissues von der Blumen am Arsch der Hölle LP und der Double Nickels On A Dime von Minutemen dort erworben.
Auch die kleine aber feine Fachliteratur- und Fanzine-Ecke ist zu empfehlen. Von der Sofaecke am Eingang können Stammkunden das Kaufverhalten von Anwesenden „überwachen“. Branchenunüblich befinden sich die Preise auf einem sehr fairen Niveau.
Marchlewskistrasse 107
10243 Berlin-Friedrichshain

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In The News: Error Inside

Club Sound Records
Eberswalder Straße 32
10437 Berlin-Prenzlauer Berg

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Coast to Coast Records
Danziger Strasse 21
10435 Berlin-Prenzlauer Berg

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Comeback Records
Hasenheide 9
10967 Berlin-Neukölln

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Core-Tex
Punk ist wichtig! Punk ist relevant! Das West-Berliner Gegenstück zu Vopo Records in Kreuzberg galt in meiner Jugend als das Nonplusultra in der Plattenwelt. Berlin-Reisen wurde damals oft nur mit Zweck eines Besuchs bei Core-Tex unternommen.
Seitdem hat sich dort nach meiner Beobachtung auch leider nicht mehr viel verändert. Nur das es dort immer weniger Vinyl-Schallplatten, dafür aber immer mehr Band-T-Shirts zu kaufen gibt. Und das wir halt alle älter geworden sind. Besonders augenscheinlich zu beobachten bei den heute konservativen Punkrockern von damals.
Kann aber auch sein, dass ein Laden, der sich dem Erhalt und Vertrieb von Punk und Hardcore verschrieben hat, nicht mehr unbedingt in mein musikalisches Cluster passt. „Times have changed, Billy!“
Oranienstrasse 3
10997 Berlin-Kreuzberg

Cover Music
Erbaut 1985 im West-Berlin. Damals zentral; heute eher weiter draußen. Poster, Kalender, Bücher, T-Shirts, CDs, DVDs, Blu-rays und auch Vinyl-Schallplatten vorhanden. Touristen halten den Laden vermutlich mit am laufen.
Kurfürstendamm 11
10719 Berlin-Charlottenburg

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D – F

Da Capo Schallplatten
Ein uriger Laden in der Kastanienallee im Prenzlauer Berg mit einem angeschlossenen Antiquariat. Überwiegend Second-Hand-Platten. Viel DDR-Vinyl und sogar Schellack ist noch vorhanden. Ein muffiger und humorvoll dekorierter Plattenladen wie aus einer anderen Welt.
Kastanienallee 96
10435 Berlin-Prenzlauer Berg

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Deck 20 SK8 & Record Shop
Jungstrasse 18
10247 Berlin-Friedrichshain

Deeroy’s Dubstore
Pappelallee 9
10437 Berlin-Prenzlauer Berg

Dense (CLOSED!!!)
Überwiegen elektronisch. Aber auch diverse Indie- und Neo-Folk-Sachen vorrätig. Die Kisten sind prall gefüllt. Auch mit Angeboten. Macht soliden Eindruck.
Petersburger Strasse 81
10247 Berlin-Friedrichshain

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Digging (CLOSED!!!)
Der Secondhandladen und Modeverleih Bonnie und Kleid ist stadtbekannt für seine ausgefallenen Vintageklamotten. Seit einiger Zeit wird nun im Kreuzberger Souterrain auch in modisches Vinyl investiert. Es gibt dort billige und teure Schallplatten zu kaufen. Von Rock über Alternative bis Heavy Metal. Auch etwas Klassik, Jazz, Blues, Kraut und Elektronik. Und sogar Bücher. Die Öffnungszeiten sind nicht immer analog zum Modeladen. Dafür macht das „Keller-Labyrinth“ Spaß.
Gneisenaustrasse 9
10961 Berlin-Kreuzberg

DNS Music
Eberswalder Strasse 30
10437 Berlin-Prenzlauer Berg

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Dodo Beach
Vorbergstrasse 8
10823 Berlin-Schöneberg

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In The News: Berliner Zeitung, Tagesspiegel, taz, tip

Downbeat Records
Dresdner Strasse 19
10999 Berlin-Kreuzberg

Dussmann Kulturkaufhaus
Ein ganzen Kaufhaus mit Büchern, DVDs und Tonträgern mitten in Berlin. Ein großes Angebot an Neuware in der oberen Preisklasse. Dafür ist auch (fast) alles vorhanden. Klassik und Jazz wird Vorzug gegeben. Mittlerweile auch eigenen Raum für neues Vinyl.
Der Bücherkauf macht aufgrund der Buchpreisbindung Sinn. Probehören manchmal auch.
Friedrichstrasse 90
10117 Berlin-Mitte
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In The News: Welt Online

Fahion Killers
Im Keller. Mit das größte und beste Plattenangebot im Bereich Indie/Alternative/Punk der Stadt. Hier sieht man aus diesem Bereich Platten, die man sonst eher selten zu Gesicht bekommt. Auch verwandte Genres vorhanden. Dazu noch nicht gerade wenige Singles. Und die Auslage wächst sogar noch mit der Zeit. Sehr faire Auszeichnung und Beschriftung. Selten so gelesen. Die Preise sind bekannt.
Wrangelstrasse 48
10997 Berlin-Kreuzberg

Fidelio Klassik
Akazienstrasse 30
10823 Berlin-Schöneberg

Franz & Josef
Verkäufer: (unfreundlich) Was suchst du?
Kunde: Ich schaue mich nur mal so um.
Verkäufer: Dann wirst du eh nichts finden. Am besten du läst mich in Ruhe „arbeiten“!
Kunde: Wie?
Verkäufer: Du siehst doch aus wie ein Geizhals, also hau ab.

Anscheinend haben einige abgewiesene Kunden ähnliche Erfahrungen gemacht. Berühmt und berüchtigt in der Berliner „Digger-Szene“. Schade.
In The News: Style Spion, Sounds Like Me, Jetzt (SZ)
Kastanienallee 48
10119 Berlin-Mitte

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Freak Out Records (CLOSED!!!)
Ein Elfenbeinturm im Prenzlauer Berg mit etwas zurückhaltender Bedienung. Neben vielen Wiederveröffentlichungen von Labels wie Sudazed gibt es hier auch eine große Auswahl an Vinyl-Neuerscheinungen. Dazu noch CDs, gebrauchte Platten und eine gute Auswahl an Singles.
Leider kaum eine Reaktion vom Verkäufer auf Willkommens- oder Abschiedsgrüße, knappe und unfreundliche Antworten bei meinen Fragen und kein entgegenkommen bei sonstigen Problemen meinerseits (EC-Karten-Bezahlung, Rabatten, etc.). Vielleicht der falsche Tag oder der falsche Fuß? Willkommen in Berlin!
Prenzlauer Allee 49
10437 Berlin-Prenzlauer Berg

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Free Music
Hermannstrasse 91-92
12051 Berlin-Neukölln

Funhouse Records
Stargarder Strasse 29
10437 Berlin-Prenzlauer Berg

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In The News: Berlin Loves You

Funkyquariat Recordstore
Märkisches Ufer 22
10179 Berlin-Mitte

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G – I

Galactic Supermarket (Heinrichs Plattenladen)
Ein relativ neuer Laden. Der Name wurde per Preisausschreiben gesucht und gefunden. Mittlerweile hat sich das Geschäft durch massive Ankäufe zu einem der quantitativ größten Plattenläden Berlins entwickelt.
Beherbergt wird das Geschäft von einem solide zusammen getragenen Sortiment. Der Schwerpunkt liegt auf Punk, Alternative, Hard Rock, Rock, und Prog-Rock. Aber auch Genres wie Jazz, Kraut-Rock, Soundtracks oder Industrial sind zu finden.
Wer auf der Suche nach Vinyl-Ausgaben von Rock/Pop-Klassikern ist, wird hier meistens etwas antreffen. Ein Extra-Raum für sogenannte Raritäten, eine Single-Abteilung sowie ein hilfsbereiter und freundlicher Inhaber runden das Angebot ab. Es gibt dort auch einige günstige Nachpressungen in den Regalen. Achtung Baby!
Petersburger Strasse 95
10247 Berlin-Friedrichshain

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Ghosttown Records
Holteistrasse 12
10245 Berlin-Friedrichshain

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Gordon Café & Records
Aller­strasse 11
12049 Berlin-Neukölln

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Grammophon-Salon-Schuhmacher
Eisenacher Strasse 11
10777 Berlin-Schöneberg

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Groove-Records
Berlin wie es lacht und nickt: Hier riecht es seit über 30 Jahren nach lockerem Vinyl. Trotzdem habe ich es bisher meistens verpasst. Merkwürdig. Herr Lehmann wohnt aber gleich um die Ecke.
Pücklerstrasse 36
10997 Berlin-Kreuzberg

Hard Wax
Paul-Lincke-Ufer 44a
10999 Berlin-Kreuzberg

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Heisse Scheiben
Vorne gibt es CDs und Bücher, hinten viel Vinyl. Die Regale sind dort prall gefüllt. Unten die Angebote. Aber irgendwie komischer Dialekt. Und das in Kreuzberg. Neben den Rockstuff gibt es auch viel Punk und Heavy Metal. Auch etwas Kraut, Soul und Jazz. Nachschauen!
Ohlauer Strasse 44
10999 Berlin-Kreuzberg

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HHV Selected Store
Mittlerweile zum größeren Online-Versand angewachsen. Faire Preise. Im Shop ist analog zum Namen überwiegend Hip Hop aufzufinden. Auch elektronische Dinge. Neuerscheinungen. Und viele Klamotten.
Revaler Strasse 9
10245 Berlin-Friedrichshain

New Store:
Grünberger Strasse 54
10245 Berlin-Friedrichshain

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Holy’s Hit Records
Der kleinste Plattenladen Berlins. Dafür voll bis unter die Boxen. Seit vielen Jahren bin ich Stammkunde. Das Geschäft ist im gealterten Kreuzberger Westen fest verankert. Das Kernangebot lässt sich auch am Sonntag auf dem Mauerpark-Flohmarkt überprüfen. Die Schwerpunkte liegen auf Sixties, Indie, Alternative, Punk, Psych, Prog-Rock und allgemeinem Rock. Auch Soundtracks, Jazz und verwandte Spielarten sind vorhanden. Besonders erfreulich ist die üppige Auswahl an Singles. Faire Preise und kollegiale Beratung. Unbedingt mal anschauen.
Solmsstrasse 33
10961 Berlin-Kreuzberg

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Horenstein
Fechner Strasse 3
10717 Berlin-Wilmersdorf

Hurrican Records
Ich war mal dort um Online-Funde abzuholen. Ist schon etwas her. War aber groß. Dafür auch viele CDs. Leider weiter draußen. Hält sich schon seit Ewigkeiten. Ich sollte mal wieder eine Radtour machen.
Hauptstrasse 84
12159 Berlin-Friedenau

Indian Soundroom
Körtestrasse 21
10967 Berlin-Kreuzberg

J – L

Jazz Dreams
Herman-Hesse Strasse 25
13156 Berlin-Pankow

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Käpt’n Nuss
Torfstrasse 16
13353 Berlin-Wedding

Leila M. Mediastore (CLOSED!!!)
Der Plattenladen ist angegliedert an das östliche Kino Babylon. Viel Elektronik. Auch CDs. Und Neuware. Draußen kann man sich an modernen Listening-Stations mit Kopfhörern der neuen Mitte präsentieren. Da kann man nicht meckern. Für alle die Porto sparen wollen: Das Geschäft fungiert auch als Abholstation für den großen Online-Händler Recordsale.
Rosa Luxemburg Strasse 30
10178 Berlin-Mitte

Lird Records
Nogatstrasse 30
12051 Berlin-Neukölln

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Logo Records
Vinyl, CDs und Bücher in zwei Räumen. Mitten im besseren Kreuzberg an der Ecke – dem neuen Bermudadreieck des Diggings. Das ist West-Berlin. Hier gibt es das zu erwartende Angebot und etwas mehr. Schon seit Ewigkeiten. Phono Phono ist gleich nebenan.
Nostitzstrasse 32
10961 Berlin-Kreuzberg

L&P Classics
Welserstrasse 28
10777 Berlin-Schöneberg

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M – O

Media Markt/Saturn
Nach Jahren der „Vernichtungsfeldzügen“ von großen Plattenfirmen und Großhandelsketten gegen das schwarze Plattengold, scheint nun der Status-Quo eingetreten zu sein: Bei großen Märkten wie Saturn oder Media Markt gibt es wieder neues Vinyl zu kaufen. Zumindest im Zentrum von Berlin. In anderen Orten sieht das oft noch etwas anders aus.
Dies mag den potenziellen Vorteil mit sich bringen, dass man dort Vinyl-Neuerscheinungen zu üblichen besonders günstigen „Schnäppchen-Preisen“ erwerben könnte. Kann man jedoch meistens leider nicht.
Zu allem Überfluss wird mir an den Kassen vom Media Markt dann auch noch immer die Plastikschutzhüllen der Schallplatten abgenommen.
Die größten Vinyl-Vorräte dürfte sicherlich der Media Markt und/oder der Saturn am Alexanderplatz haben.
104505050 mal in Berlin

Melting Point
In den Ausläufern des von Tourismus bereicherten Gebiets: Hier liegt der Fokus auf alles elektronische und seine Verwandten. Etwas „Classics“ ist auch auf Lager. Neuerdings wachsen Kisten mit überwiegend solider Flohmarktware aus Rock/Pop und Alternative vereinzelt aus den Regalen.
Kastanienallee 55
10436 Berlin-Mitte

Mitte Musik Recordstore
Nur elektronisch. Bestimmt sehr solide. Aber trotzdem komisches Gefühl. Kann man aber wohl nichts machen.
Libauer Strasse 6
10245 Berlin-Friedrichshain

Mogwa
Ein kleines Bücher-Antiquariat mit manchmal merkwürdigen Öffnungszeiten. Der Schwerpunkt liegt auf geisteswissenschaftlichen und literarischen Druckerzeugnissen.
Unter den Tischen befinden sich allerdings einige Kisten mit Platten aus den 1980er-Jahren. Ich habe dort viele Schnäppchen gemacht. Jetzt ist das Beste aber weg.
Prenzlauer Allee 224
10405 Berlin-Prenzlauer Berg

Moon Dance
Müllerstrasse 167
13353 Berlin-Wedding

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Mr. Dead & Mrs. Free
Einer der legendären Plattenläden der Republik am Nollendorfplatz in Schöneberg, der es sogar zu einer eigenen Geschichte bei Spiegel Online gebracht hat. Rockstars wie Bela B. sollen hier ein eigenes Fach hinter dem Tresen besitzen.
Klein, aber sehr gut sortiert und mit die beste Auswahl an Country- und Folk-CDs in der Stadt. Entgegen dem angeblich schlechten Ruf über die Unfreundlichkeit der Bedienung bin ich hier immer sehr nett und kompetent beraten worden.
Bülowstrasse 5
10783 Berlin-Schöneberg

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Musicland Berlin
Klosterstrasse 12
13581 Berlin-Spandau

Musictrain Records
Die Wände sind voll. Es sollen mehr als 100.000 Stück sein. Das geht manchmal auch in den Rücken. Eagl, da muss man durch. Das Meiste ist gebraucht und überwiegend von vor 1990. Aktuelle (Neu-)Ware gibt es eher weniger. Der Weg in den alten Westen lohnt sich. Definitiv öfters mal ausprobieren.
Kantstrasse 76
10627 Berlin-Charlottenburg

Musik Department
Seit Februar 2010 wird hier verkauft. Sehr nette Verkäufer. Aufgeräumt. Jazz. Auch viele CDs und Fachliteratur. Nebenan gibt es leckeres Essen aus Vietnam.
Kastanienallee 41
10119 Berlin-Mitte

Musik unter den Gleisen (CLOSED!!!)
Der Plattenläden im gebrochenen Herzen von Berlin. Im großen Keller gibt es altes und neues Vinyl im Überfluss. Dazu viele CDs. Besonders vorteilhaft ist die üppige Auswahl an Musik-DVDs und aktuellen Boxsets.
Update: Geschlossen seit August 2011. Nur noch als Online-Shop am Start.
Friedrichstrasse 128
10117 Berlin-Mitte

Neurotitan (im Haus Schwarzenberg)
Rosenthaler Strasse 39
10178 Berlin-Mitte

Number Nine Records
Bölschestrasse 82
12587 Berlin-Friedrichshagen

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Old School
Walter-Benjamin-Platz 2
10629 Berlin-Charlottenburg

In The News: BZ

O-Ton
Nicht weit vom Boxhagener Platz entfernt befindet sich diese Plattenherberge. Der Schwerpunkt liegt auf Jazz. Aber in einem Ladenflügel werden auch die üblichen Rock/Pop/Alternative/Punk-Geschichten erzählt.
Singles und CDs sind vorhanden. Unter den Tischen befinden sich Vinyl-Schnäppchen für 2,50 Euro.
Krossener Strasse 18
10245 Berlin-Friedrichshain

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On/Off Records Vinylstation (@Trash-Schick)
Hier sollen eigentlich Klamotten verkauft werden. Second-Hand. Im Eingangsbereich stehen ein paar Kisten mit Platten. Alle Genres dabei. Aber nicht so viel davon.
Wühlischstrasse 31
10245 Berlin-Friedrichshain

Oxfam-Shops
Auch gute Menschen dürfen Platten verkaufen. Ist das jetzt nicht ein Oxymoron? Egal. Neben dem üblichen Gedöns gibt es dort auch tatsächlich Vinyl in geringeren Massen zu erwerben. Und das gleich vier mal in Berlin. Mittlerweile weiß das auch fast jeder, der in der Hauptstadt in Schallplatten macht. Das formt dann das Angebot. Auf gut Glück!
Schönhauser Allee 118a
10437 Berlin-Prenzlauer Berg

Kurfürstendamm 146
10709 Berlin-Wilmersdorf

Rheinstraße 22
12161 Berlin-Schöneberg

Carl-Schurz-Straße 53
13597 Berlin-Spandau

Oye Records
Der Plattenladen mit der kürzesten Verweildauer meinerseits. Das mag daran liegen, dass es sich dort um eher elektronische und tanzbare Klänge dreht. Das Versprechen auf Jazz kann bei mir jedoch auch oft nicht eingelöst werden. Eine andere Welt.
Oderberger Strasse 4
10435 Berlin-Prenzlauer Berg

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Oye Records Kreuzkölln

Friedelstrasse 49
Berlin-Neukölln

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In The News: zitty

P – R

Pandora’s Box
Stubenrauchstrasse 70
12161 Berlin-Friedenau

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Phono Phono
Eines der größten deutschen Fachgeschäfte für HiFi-Plattenspieler. Legendär sind die Vorführabende am Ende der Woche. Wer Einlass will, muss klingeln. Hier geht es gesittet zu. Für Männer mit Gehör. Platten stehen manchmal auch zum Verkauf. Allerdings nur als Beiwerk zum Durchtesten. Schöne neue HiFi-Welt.
Bergmannstrasse 17
10961 Berlin-Kreuzberg

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Piatto Forte
Auf dem Flohmarkt Mauerpark bin ich bei dieser Unternehmung manchmal im unteren Preissegment Kunde. Im Laden komme ich seltener zum Zug. Dafür gibt es den Kaffee zum mitnehmen.
Schlesische Strasse 38b
10997 Berlin-Kreuzberg

Pigasus-Gallery
Danziger Strasse 52
10435 Berlin-Prenzlauer Berg

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Platten Pedro
Einer der ehemaligen 17 „Elvis-Imitatoren“ der östlichen Schönhauser Allee hat hier das Sagen. Seit vielen Jahrzehnten ist dieser Laden jedoch so etwas wie das Aushängeschild der alten West-Berliner Digging-Szene. Über 100.000 geordnete Schallplatten überwiegend aus den Jahrzehnten vor 1990 türmen sich in dem Antiquariat. Mit dem virtuellen Zollstock kann nachgemessen werden. Viel Erfolg beim Durchwühlen. Die Preise sind nicht selten von der Stimmung des Inhabers abhängig. Erwähnt wird das Geschäft in fast jedem Reiseführer seit der neuen Mitte. Auch in Japan und in der selbst geschriebenen Fachliteratur. Zeitweise bis auf drei Tempel erweitert gewesen, nun nur noch zentralisiert hinter dem Schloss. Der erhobene Zeigefinger ist das Lichtschwert der Dogmatik. Legendär seit 1969.
Tegeler Weg 102
10589 Berlin-Charlottenburg

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In The News: Welt Online, Berliner Morgenpost, Tagesspiegel, Berlin audiovisuell

POP
Die Gegend um die Kreuzberger Bergmannstraße entwickelt sich zum Bermudadreieck des Plattenkaufs. Dieser Laden im Keller ist neuer als gedacht. Aufgebahrte Kisten warten auf die neugierige Überprüfung. Es gibt auch ein Fach mit Geschenken. Dazu etwas Bücher, DVDs – und ein legendärer Bass. Weitermachen!
Riemannstrasse 5
10961 Berlin-Kreuzberg

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Power Park Schallplatten
Zwei Räume in Friedrichshain mit solider Vinyl-Auswahl und einem umfassenden Angebot von Hardcore über Clubsounds bis hin zu Jazz. Ich habe dort neulich zwei schöne Country-Scheiben (George Jones und Waylon Jennings) und zwei MPS-Vinyl erworben. Auf keinen Fall vergessen, die Taschen am Eingang abzugeben!
Boxhagener Strasse 19/20
10247 Berlin-Friedrichshain

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Puck Records
Kuglerstrasse 31
10439 Berlin-Prenzlauer Berg

Q-Tip-Records
Reichenberger Strasse 120
10999 Berlin-Kreuzberg

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Real Deal
Gneisenaustrasse 60
10961 Berlin-Kreuzberg

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The Record Loft
Adalbertstrasse 9
10999 Berlin-Kreuzberg

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In The News: Tagesspiegel, Rolling Stone

The Recordstore Berlin
Vinyl Only! Sicher der Standard der Stadt, wenn es um ältere amerikanische Musik wie Country, Folk, Soul, R ’n B, Rock, Blues, Jazz, Beat und Rock ‚N‘ Roll geht. Kein anderer Laden hat so viele US-Originalausgaben und sonstige Plattenschätze. Gespeist wird das Geschäft von „Field-Trips“ und Kontakten des Besitzers in die USA.
Selbst große Plattenfirmen sollen sich hier verschollene Aufnahmen für Wiederveröffentlichungen neu besorgen. Das Standardwerk zur Vinylkunde ist gefüllt mit Exponaten aus dem Geschäft.
Das Preisniveau wird meistens durch die Exklusivität der Ware legitimiert und ist in der Regel angemessen. Sehr kompetente Beratung, aber auch nicht immer was für moderne Schnäppchenjäger mit knapper Kasse.
In The News: Focus, Welt Online, Stuttgarter Zeitung, Berliner Akzente, Rolling Stone Forum
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Brunnenstrasse 186
10119 Berlin-Mitte

Records
Selchower Strasse 31
12049 Berlin-Neukölln

Records Berlin
Schon oft dran vorbei gefahren. Hier wird aber noch aufgebaut. Hämmer liegen herum. Zwei Räume. Ist das nun schon offiziell? Eher Punk-, Hardcore- und Indiegeschichten anstatt Jazzparabeln. Dafür aber sorgfältig zusammen getragen. Preise sind auch drauf. Was hier wohl noch passieren wird?
Wiener Strasse 32
10999 Berlin-Kreuzberg

Robert Hartwig – Berliner Musikantiquariat
Pestalozzistrasse 23
10625 Berlin-Charlottenburg

Rock Steady Records
Neue Heimat! Der Laden befand sich früher in der Nähe des berüchtigten Nollendorfplatz. Im Keller. Der Ausverkauf vor dem Umzug war eine Legende. Die Tür war dort aber zu niedrig. Jetzt sind sie in den Norden gezogen. Aber dabei immer noch im alten Western geblieben. Das neue Geschäft ist sogar noch größer als das Alte. Sie sind ja auch schon ewig dabei.
Zillestr. 74+76
10585 Berlin-Charlottenburg

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Rotation Records
Hier wird getanzt. Im Blickpunkt steht Techno, House, Clubsounds und alles was in die Waden geht. Auch Neuware aus diversen Bereichen wurde schon gesichtet. Andere Melodie, anderer Text.
Weinbergsweg 3
10119 Berlin-Mitte

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Rumpsti Pumsti
Weserstr. 165
12045 Berlin-Neukölln

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S – U

Satori-Records
Wrangelstrasse 64
10997 Berlin-Kreuzberg

Schallplanet
Boxhagener Strasse 34
10245 Berlin-Friedrichshain

Schallplatten & CDs
Karl-Marx-Strasse 43
12043 Berlin-Neukölln

Schallplatten Antiquariat Stefan Streif
Kruppstraße 12
10559 Berlin-Moabit

Schönhauser Music
Die fetten Zeiten sind vorbei. Mittlerweile hat sich das Preisniveau auf dem Berliner Standard eingependelt. Sehr viele CDs (auch Boxsets) und DVDs vorhanden. Aber auch eine solide sortierte Vinylabteilung (überwiegend deutsche Pressungen) ist am Start.
Der Schwerpunkt liegt auf Rock/Pop und Alternative. Es existiert sogar eine kleine Jazzecke. Ein Teil des CD- und DVD-Angebots befindet sich am Sonntag auch auf dem Flohmarkt Mauerpark.
Schönhauser Allee 70
10437 Berlin-Prenzlauer Berg

Shubashi
Hubertusstrasse 7
12163 Berlin-Steglitz

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Scratch Records
Solider Laden im Bergmannstrassenkiez. Doch mir fehlt dort manchmal der Kick beim „diggin'“. Neu- und Gebrauchtware vorhanden. Kann man mal vorbei schauen. Wird gerade (glaube ich) umgebaut oder geschlossen!?
Zossener Strasse 31
12047 Berlin-Kreuzberg

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Silver Disc
Kein Vinyl: Hier gibt es nur CDs, DVDs und Spiele. Davon aber eine ganze Menge. Auch zu normalen Preisen. Seit 1987 schon. Im hinteren Teil der Berliner Music-Row Wrangelstraße gelegen. Ein Online-Shop ist auch mit angegliedert. Für digitale Nostalgiker bestimmt ein lukrativer Anlaufpunkt. Wenn man sich von seinen digitalen Altlasten entledigen will: Es wird dort auch massiv angekauft.
Wrangelstrasse 84
10997 Berlin-Kreuzberg

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Soultrade
Sanderstrasse 29
12047 Berlin-Neukölln

Space Hall
Riesig. Der hintere Teil sieht aus wie ein Raumschiff. Hat auch einen elektronischen Schwerpunkt. Trotzdem gibt es Rock, Indie und etwas Jazz; sowie die neusten Sachen im Schaufenster. Preise sind der Standard. Bekannt. Die CDs wurden ins Nachbargeschäft abgeschoben.
Zossener Strasse 33
10961 Berlin-Kreuzberg

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Spielerei an der Schleuse
Schleusenstrasse 34
15569 Woltersdorf

Staalplaat
Flughafenstrasse 38
12053 Berlin-Neukölln

Static Shock Record Shop
Bürknerstrasse 6
12047 Berlin-Kreuzberg

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Terra Melodica
Grunewaldstrasse 73
10823 Berlin-Schöneberg

Tricky Tunes Record Store
Auch hier ist alles elektronisch. Sieht aber nett aus. Anscheinend werden zusätzlich noch Beschallungssysteme mit angeboten. Warum auch nicht. Probe hören geht auch. Schön.
Mainzer Strasse 8
10247 Berlin-Friedrichshain

V – Z


Vinyl A GoGo

Krossner Strasse 24
10245 Berlin-Friedrichshain

Discogs
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Vinyl Berlin
Oldenburger Strasse 4b
10551 Berlin-Moabit

Vinyl Living Room Longplayer
Klein aber fein. Viel Hip Hop gibt es hier. Und ein Jazzangebot, dass seinen Namen verdient. Es sind hier Schallplatten vorhanden, die man sonst eher selten sieht. Noble Öffnungszeiten (Mittwochs bis 24 Uhr). Der Hund passt immer auf. An den Wochenenden sind ausgewählte Bereiche des Angebots auch auf dem Mauerpark oder RAW-Flohmarkt zu finden.
Gräfestrasse 80
10967 Berlin-Kreuzberg

Vopo-Records
Vopo-Records in der Danziger Straße im Prenzlauer Berg wurde mir oftmals als einer DER Plattenläden in Berlin empfohlen. Er gilt als so etwas wie das Urgestein im Tonträgerverkauf für Punk, Metal, Hardcore und Alternative in Ost-Berlin.
Danziger Strasse 31
10435 Berlin-Prenzlauer Berg

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In The News: taz

Voice of Stars
Hier kann man noch was finden. Wenn man die Zeit zum durchwühlen investieren will. Macht ja auch manchmal Spaß. Erinnert gelegentlich etwas an den Pedro. Viel Jazz, viel Country, viel Rock, viel Pop, viel Frankreich. Schwerpunkt liegt auf vor 1990. Keine CDs. Zu empfehlen.
Cauerstrasse 20/21
10587 Berlin-Charlottenburg

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Warschauer Music Store
Seit über zwei Jahren wohl schon vor Ort. Vorne gibt es jede Menge CDs, DVDs und Boxsets. Hinten ein Vinyl-Labyrinth. Von Rock bis Indie ist (fast) alles am Start. Den heiligen Gral gesehen, aber schon vor Wochen woanders für doppelt soviel gekauft. Passiert.
Warschauer Strasse 77
10243 Berlin-Friedrichshain

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Wax Art
Älter, aber nett. Und manchmal sogar eng. Durchwühlen! Die Preise sind fair. Auch CDs gibt es hier. Blues, Country, Kraut, Rock, Indie, Soul. Etwas Jazz. Schnäppchen gemacht. Die Kneipe ist gleich mit angegliedert. Was will man mehr?
Gärtnerstrasse 23
10245 Berlin-Friedrichshain

Wein & Jazz
Wrangelstrasse 64
10997 Berlin-Kreuzberg

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Wiemer – Electronic Goods And Music Shop
Dort wird eigentlich Elektronik verkauft und repariert. Überwiegend Hifi-Anlagen. Sogar Plattenspieler! Es gibt aber auch einige Schallplatten und CDs. Zum austesten quasi.
Oderberger Strasse 5
10435 Berlin-Prenzlauer Berg

Wowsville Records!
Kleiner, aber sehr solider Laden im Hinterraum einer Bar/Café. Amerikanisch dominiert: Soul, Jazz, Blues, Sixties, Rock ’n Roll, etc.. Viele Singles vorhanden. Faire Preise.
Ohlauer Strasse 33
10999 Berlin-Kreuzberg

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Yaya Recordstore
Lenbachstrasse 9
10245 Berlin-Friedrichshain

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Discogs

Yorck Records (CLOSED!!!)
Zusammenkunft in Kreuzberg. Der alte Westen war noch nie so nah. Das rockt. Zwei große Räume stehen zur Verfügung. Ein Angebot ist vorhanden. Doch wieso gibt es überhaupt diesen Laden? Ein Rätsel muss gelöst werden.
Yorckstrasse 71
10965 Berlin-Kreuzberg

ZeeDee
Brüsseler Strasse 4
13353 Berlin-Wedding

Zweitausendeins-Shop
Berliner Verkaufsstelle des von Kinowelt aufgekauften „Alt-68er-Versandhandels“. Unterbietet vom Preis alles in der realen und sogar digitalen Welt. Allerdings kaum Vinyl.
Kantstrasse 41-42
10625 Berlin-Charlottenburg

Friedrichstrasse 119
10117 Berlin-Mitte

Dieser Artikel ist ein kostenloser, nicht kommerzieller Service von Jens Kupillas. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität oder Objektivität. Druckfehler und Änderungen vorbehalten.

Leonard Cohen griff Warren Beatty unter die Arme

Der kanadische Allroundkünstler Leonard Cohen hat in seiner Karriere oft das Image des intellektuellen Charmeurs kultiviert. Neben einigen wirklichen Hits waren jedoch viele seiner Songs von einer gewissen Beliebigkeit und Belanglosigkeit geprägt. Wie gut jedoch die Musik Cohens im richtigen Kontext funktionieren kann, zeigt der Robert Altman Film McCabe & Mrs. Miller mit Warren Beatty.

Drei Songs von Leonard Cohen sind Bestandteil des Soundtracks des sogenannten Anti-Western aus dem Jahre 1971. Bestehende Klischees des Westerngenres werden dort zwar angedeutet, aber jedoch nie zur gewohnten Auflösung geführt. Der melancholische Schneewestern McCabe & Mrs. Miller hat oft etwas Traumartiges an sich, was nicht zuletzt von der stimmungsvollen Musik Cohens unterstützt wird.

Obwohl Leonard Cohen schon mit 13 Jahren anfing Gitarre zu spielen und während seines Studiums an der McGill University im kanadischen Montreal in der dreiköpfigen Country-Folk-Band Buckskin Boys musizierte, begann er mit der eigentlichen Musikkarriere relativ spät. Zunächst veröffentlichte er in den 1950er und 1960er Jahren mehrere Romane und Gedichtbände deren Tantiemen ihm ermöglichten ziellos durchs Leben zu treiben.

Nach diversen Europaaufenthalten kehrte er mit fast 33 Jahren im Jahre 1967 ins berühmte Chelsea Hotel nach New York City zurück. Als neuer Bob Dylan vermarktet verkaufte sich sein erstes Album The Songs Of Leonard Cohen im selben Jahr auch besonders unter den Folkfans relativ gut. Die drei Lieder „Winter Lady“, „The Stranger Song“ und „Sisters Of Mercy“ der Platte sind dann vier Jahre später auch in den besonders eindruckvollen Szenen von McCabe & Mrs. Miller zu sehen.

Und so profitierten am Ende idealerweise beide Seiten von einander. Cohens Lieder gewinnen durch die stimmungsvollen Bilder von Robert Altman noch mehr an Substanz, während auch die teilweise improvisierte Darstellung von Warren Beatty nicht selten eine tiefere Bedeutung ereilt. Bei der Premiere von McCabe & Mrs. Miller hatte Cohen dann schon zwei weitere Alben veröffentlicht.

Der Song „Sisters Of Mercy“ in McCabe & Mrs. Miller: