Foo Fighters sind die Rolling Stones der Generation X

Das Schöne an Dave Grohl und seiner Hauptband den Foo Fighters war ja, dass sie energiegeladene und ohrwurmverdächtige, jedoch auch oft etwas belanglose und harmlose Musik gemacht haben.

Seit dem letzten Doppelalbum In Your Honor hat jedoch Grohl nun nach so vielen Jahren des bescheidenen Musizierens anscheinend das sogenannte John Lennon Fieber gepackt. Eigene Musikaktivitäten stehen nun nicht mehr für sich selber, sondern müssen in einem gesamtgesellschaftlichen Rahmen stattfinden.

In Your Honor wurde dann dem amerikanischen kleinen Mann und Arbeiter gewidmet. Eine imaginäre Person von der weder Grohl, als auch Lennon aufgrund ihren Biografien keine wirkliche Ahnung haben können.
Beim Live Earth Konzert in London wurden dann auch durchschnittliche Schüttelreimsongs in den großen Kontext eingeordnet und dementsprechend Ex-Vizepräsidenten und der Zukunft der ganzen Welt gewidmet.

Nun erscheint nach einem akustischen Livealbum und dem Vaterschaftsurlaub von Herrn Grohl am 21. September das neue Foo Fighters Album mit dem bedeutungsschwangeren Titel Echoes, Silence, Patience And Grace.
Die erste Single The Pretender zeigt, dass die Foo Fighters anscheinend immer weniger ihre großen Vorbilder Led Zeppelin verkraften können.
Trotzdem knallt der Song ungemein und beweist erneut aus was für extrem guten Musikern die Band besteht. Das der Schlagzeuger Taylor Hawkins nun endlich auch offiziell und hörbar bei den Foo Fighters mitsingen darf wirkt sich dann auch sehr positiv auf den von The Colour And The Shape Produzent Gil Norton mit entwickelten Sound aus. Leider steht der durchschnittliche Text trotz The Who Zitat dem Ganzen immer noch etwas hinten an.

Die Foo Fighters scheinen also endgültig zu den Rolling Stones der Generation X zu werden. Man darf gespannt drauf warten, wem dann das neue Werk gewidmet sein wird.

Die Foo Fighters (inkluxive Pat Smear) mit The Pretender Live bei Radio One (BBC):

Die Beasts Of Bourbon kommen nach Deutschland

Ein solides neues Album haben die Beasts Of Bourbon Ende April 2007 in Australien auf dem AC/DC Label Albert Productions veröffentlicht. Angeblich in nur zwei Tagen geschrieben und in drei Tagen aufgenommen.

Jetzt kündigt die MySpace Seite der Band direkt im Anschluss ihrer Australientour eine umfangreiche Europatournee an. Den Auftakt machen die Jungs in der Glocksee in Hannover. Hier die Daten. Nicht verpassen!

06.07.2007 Hannover (Cafe Glocksee)
07.07.2007 Dortmund (FZW)
11.07.2007 Ulm (Eden Bar)
12.07.2007 Wien (Szene)
13.07.2007 München (Muffathalle)
14.07.2007 Ebensee (Kino)
15.07.2007 Torino (Spaziale)
16.07.2007 Faenza (Strade Blu)
20.07.2007 Bilbao (Cafe Anztokia)
21.07.2007 Santander (Draga Beach)
22.07.2007 Madrid (Gruta 77)
26.07.2007 London (The Underworld)
27.07.2007 Köln (Yard Club @ Kantine)
29.07.2007 Berlin (Columbia Club)
31.07.2007 Hamburg (Knust)
01.08.2007 Kopenhagen (Vega)
02.08.2007 Halden (Kick Off Party DOTF)
03.08.2007 Halden (Down On The Farm Festival)
04.08.2007 Halden (DOTF Festival – Acoustic Set)

Die Beasts Of Bourbon im Interview bei Beat TV:

Walter Schreifels spricht in Berlin deutsch!

Außer Dave Grohl und Eric Clapton kann wohl kaum jemand von sich behaupten in mehr als drei musikhistorisch relevanten Bands gespielt zu haben. Bis auf Walter Schreifels, der bei Youth Of Today, den Gorilla Biscuits und Quicksand mit dabei war und in jüngster Zeit mit den Rival Schools und Walking Concert musizierte.

Nun wohnt dieser Mann auch noch freiwillig in Berlin und beackert auf Solopfaden unsere Breitengrade. Zusammen mit Olli Schulz ist er im März in Deutschland unterwegs und wird sicherlich zu diesem Anlass auch einige Hits seiner alten Bands spielen. Hoffentlich auch die Aktivierungshymne meiner Jugend „Start Today“ von den großartigen Gorilla Biscuits (wie unten im Video zu sehen).

Tourdaten:

08.03. Jena – Kassablanca
14.03. Oldenburg – Amadeus
15.03. Osnabrück – Kleine Freiheit
16.03. Köln – Stereo Wonderland
17.03. Konstanz – Kulturladen
18.03. Frankfurt – Cookys

Bob Dylan kommt nach Berlin!

Wir leben im Moment in einer der Besten aller möglichen Bob Dylan Zeiten. Die prägnanteste Stimme des alten, unheimlichen Amerikas befindet sich momentan in einer seiner kreativen Hochphasen. Im Jahre 2004 erschien der erste Teil seiner Biografie “Chronicles: Volume One”, 2005 die Martin Scorsese Dokumentation „No Direction Home“ und 2006 dann endlich seit fünf Jahren ein Album mit neuem Material. „Modern Times“ erreichte in vielen Ländern die Spitze der Charts und wurde von Kritikern konsequent gefeiert.

Seit Ende der 1980er Jahre ist “His Bobness” auf seiner schon oft offiziell beendeten, aber niemals wirklich enden wollenden “Neverending Tour”. Somit ist es auch nur folgerichtig das Dylan pünktlich nach über einem Jahr wieder Station in deutschen Gefilden macht. Sein Konzert in der Berliner Arena im Oktober 2005 war eines der Livemusikhöhepunkte meines Lebens und wenn man sich die aktuellen Bootlegs von amerikanischen Auftritten anhört, stehen die Chancen nicht schlecht das Bob Dylan im Frühjahr 2007 qualitativ noch einen drauf setzt. Besonders weil er in Berlin in der akustisch und atmosphärisch überlegenen Max Schmeling Halle, anstatt wie im Jahre 2005 in der Arena, auftritt. Wer weiß schon wie lange diese Hochphase des Meisters noch anhält?

Tourdaten Deutschland:

HAMBURG 04.04.2007
MÜNSTER 05.04.2007
DÜSSELDORF 19.04.2007
STUTTGART 20.04.2007
FRANKFURT 21.04.2007
MANNHEIM 30.04.2007
LEIPZIG 02.05.2007
BERLIN 03.05.2007