Das Schöne an Dave Grohl und seiner Hauptband den Foo Fighters war ja, dass sie energiegeladene und ohrwurmverdächtige, jedoch auch oft etwas belanglose und harmlose Musik gemacht haben.
Seit dem letzten Doppelalbum In Your Honor hat jedoch Grohl nun nach so vielen Jahren des bescheidenen Musizierens anscheinend das sogenannte John Lennon Fieber gepackt. Eigene Musikaktivitäten stehen nun nicht mehr für sich selber, sondern müssen in einem gesamtgesellschaftlichen Rahmen stattfinden.
In Your Honor wurde dann dem amerikanischen kleinen Mann und Arbeiter gewidmet. Eine imaginäre Person von der weder Grohl, als auch Lennon aufgrund ihren Biografien keine wirkliche Ahnung haben können.
Beim Live Earth Konzert in London wurden dann auch durchschnittliche Schüttelreimsongs in den großen Kontext eingeordnet und dementsprechend Ex-Vizepräsidenten und der Zukunft der ganzen Welt gewidmet.
Nun erscheint nach einem akustischen Livealbum und dem Vaterschaftsurlaub von Herrn Grohl am 21. September das neue Foo Fighters Album mit dem bedeutungsschwangeren Titel Echoes, Silence, Patience And Grace.
Die erste Single The Pretender zeigt, dass die Foo Fighters anscheinend immer weniger ihre großen Vorbilder Led Zeppelin verkraften können.
Trotzdem knallt der Song ungemein und beweist erneut aus was für extrem guten Musikern die Band besteht. Das der Schlagzeuger Taylor Hawkins nun endlich auch offiziell und hörbar bei den Foo Fighters mitsingen darf wirkt sich dann auch sehr positiv auf den von The Colour And The Shape Produzent Gil Norton mit entwickelten Sound aus. Leider steht der durchschnittliche Text trotz The Who Zitat dem Ganzen immer noch etwas hinten an.
Die Foo Fighters scheinen also endgültig zu den Rolling Stones der Generation X zu werden. Man darf gespannt drauf warten, wem dann das neue Werk gewidmet sein wird.
Die Foo Fighters (inkluxive Pat Smear) mit The Pretender Live bei Radio One (BBC):