
Die letzte Woche stand ganz im Zeichen der alternativen Deutschrock-Blechbüchsen von Deine Dose. Ich hatte die Ehre auf einer kleinen Tour als Erfüllungsgehilfe für die Berliner Indie-Rock-Verfechter zu funktionieren. Und zwar überwiegend am Besten aller möglichen Instrumente: dem Bass.
Selbstverständlich habe ich auch versucht die deutschsprachigen Songs mit meinem Hintergrundgegröle nachhaltig aufzuwerten. Als Gegenleistung wurde mir zugesichert, dass ich im groben Verhältnis von drei zu acht auch einige meiner alten deutschen Songs darbieten durfte. Allerdings musste ich dann dafür auch Gitarre spielen.
Der musikalische Zirkus feierte seinen Auftakt am 19. Oktober 2009 im Kulturpalast in meiner Heimatstadt Hannover. Aufgepeitscht mit “Energy from Waste” teilten wir uns dort die Bretter des Ladens unseres Vertrauens mit Marc Rous und seiner virtuosen Band. Nach einem solide abgelieferten Konzert ging es am folgenden Tag in die Stadt des Karnevals und der größenwahnsinnigen Medienvertreter.
Fast wurde uns die Einfahrt in die Kölner Innenstadt durch einen umgekippten Tanklastzug verbarrikadiert. Als letzte von drei Bands bestiegen wir am Abend des 20. Oktobers 2009 ohne den obligatorischen Soundcheck die Bühne des MTCs. Vor uns hatten bereits die sympathischen, zu einem Viertel aus Exil-Berlinern bestehenden Cozy Noise ihren Indie-Rock furios aufgeführt. Auch die Gruppe Cosmic Spacers hatte schon ihrem Namen alle Ehre gemacht. Unserer Gig wurde dann für uns zum besten “Happening” der Tour.
Am Mittwoch, dem 21. Oktober 2009 verließen wir mit einer frisch eingekauften Dosis Slayer das Rheinland entlang beeindruckender Atomkraftwerke gen Hamburger Hafen. In Eimsbüttel war der aufgeräumte Music Club Live für einen Abend unser neues Zuhause. Die Muckerpolizei lies dort bei uns zum Glück noch einmal Gnade vor Recht ergehen. Nach einem kurzen Aufenthalt im Plattenarchiv eines lokalen DJs sowie einem posaunenartigen Frühstück ging es zurück in die Hauptstadt.
In Berlin residierten wir am 23. Oktober 2009 im mittigsten aller Mitte-Etablissements: In der Nähe des weltbekannten Straßenstrichs der Oranienburger Straße im Zosch in der Tucholskystrasse. Die extra aus Köln angereisten Cosmic Spacers teilten erneut mit uns die Bühne.
Außerdem waren noch die Hannoveraner Savant angereist. Erfreulicher Weise war der Laden wieder befriedigend gefüllt. Alles lief nach Plan und am Ende des bärtigen Konzerts blieb nur noch ein akustisches Fragezeichen über der Zukunft der Band Deine Dose zurück.
Wie mittlerweile digital üblich wurde jede kleinste öffentliche Regung von mir wieder “journalistisch” begleitet. Jedes Konzert wurde vollständig mit einem Zoom-Aufnahmegerät als Audiodateien archiviert. Außerdem sind noch vereinzelt Video- und Fotoaufnahmen entstanden. Mehr davon in meinem YouTube-Channel und bei MySpace.
Das Affenhaus ist ein Elfenbeinturm (MTC, Köln):
Superstar (MTC, Köln)
Auf verlorenem Posten (Kulturpalast, Hannover):



