
Jeffrey Lewis am 25. Juni 2008 auf der Bühne des Union Pool in Williamsburg, Brooklyn, NYC
Der Comic Zeichner und Singer-Songwriter Jeffrey Lewis hat anscheinend eine ähnliche Vorstellung davon, was einen songdienlich spielenden Gitarristen ausmacht wie ich. Bei seinen Auftritten lässt der Absolvent des New Yorker Purchase College gelegentlich die wenigen „Jesusakkorde“ von einigen seiner Lieder durch beliebige Konzertbesuchern auf der Gitarre spielen.
Das er sich jedoch anscheinend meistens an die Devise von Mike Patton „If you want to make experimental music, don’t experiment on stage“ hält, beweisen seine ausgeklügelten und einstudierten Songstrukturen. Auch wenn seine Lieder oftmals beliebig und improvisiert wirken; sie sind in der Regel auskomponiert und gut einstudiert.
Ein schönes Beispiel dafür ist der beeindruckende Song Williamsburg Will Oldham Horror. Schon vor über drei Jahren erschien die „Hommage“ an Will Oldham aka Bonnie „Prince“ Billy auf der Platte City And Eastern Songs. Auf dem Album, welches der Musiker zusammen mit seinem jüngeren Bruder Jack auf dem englischen Indie-Label Rough Trade veröffentlichte, wechseln sich rockige Indie-Songs mit sogenannten Anti-Folk Nummern ab. Williamsburg Will Oldham Horror repräsentiert dabei die akustische Seite und ist so etwas wie ein humorvolles Manifest für eher mäßig erfolgreiche Musiker um die 30.
Das zugehörige, an Originalschauplätzen in Williamsburg und Manhattan von Mark Locke gedrehte Video, zeigt neben Cameo-Auftritten von Biff Rose and Tuli Kupferberg von der New Yorker Band The Fugs, eine den Songtext sehr gut illustrierende Geschichte. Das Video könnt Ihr Euch unten anschauen und nicht vergessen die Lyrics mit zu beachten: