Der körperlich sehr kleine Regisseur Martin Scorsese gehört zu den ganz großen seiner Zunft. Seit den frühen 1970er Jahren dreht der italienisch-stämmige New Yorker auch immer mal wieder imposante Musikdokumentationen. Werke wie der bedeutende Abschiedskonzertfilm The Last Waltz, die Mini-Serie The Blues oder das Meisterwerk No Direction Home gehören unbestritten zu den wichtigsten Meilensteinen der Musikfilmgeschichte. Wäre man besonders dreist, würde man behaupten, dass dies Martin Scorseses beste und unterhaltsamste Werke überhaupt sind.
Mit der Konzertdokumentation Shine A Light widmet sich Scorsese nun den nimmermüden Rolling Stones. Zwei Konzerte (29. Oktober und 1. November 2006) der Stones im New Yorker Beacon Theater im Rahmen ihrer A Bigger Bang-Welttournee wurden dafür von Kameras eingefangen. Mit dabei auf der Bühne waren Jack White, Christina Aguilera, und ein sehr lebendiger Buddy Guy, sowie der potenzielle „First-Husband“ Bill Clinton im Publikum. Wie für Scorsese fast schon üblich, werden dann für den fertigen Film die Liveaufnahmen in Kontrast mit Backstageimpressionen, Interviews und Archivfilmen gesetzt.
Schon voreilig für den Herbst 2007 angekündigt, soll der Film dann im April 2008 endgültig in die Kinos kommen. Und hält der erste Trailer was er verspricht, kann es gut sein, dass Shine A Light die perfekte Ergänzung zu dem opulenten Stones Boxset A Bigger Bang vom Sommer 2007 liefert. Film ab.