Das es sich bei Christopher Guest um einen gescheiterten Folkmusiker handelt, sieht man dem Schauspieler und Ehemann von Jamie Lee Curtis äußerlich kaum an. Optisch würde man ihn eher für einen Lehrer, Angestellten oder bestenfalls Talkshowmoderator halten. Das es der Spinal Tap Miterfinder jedoch faustdick hinter den Ohren hat, erkennt man im Interview durch seinen trockenen Humor und die Fähigkeit aus dem Stand heraus Dialekte und Persongruppen perfekt zu imitieren ziemlich schnell.
Ein weiteres Meisterwerk von Guest nach This Is Spinal Tap aus der unsinnigen Schublade Mockumentary ist der Film A Mighty Wind. Eine Parodie auf Folkgruppen wie Peter, Paul und Mary. Christopher Guest schrieb das Drehbuch mit, führte Regie und spielte die Hauptrolle in diesem Werk aus dem Jahre 2003.
In gewohnter Spinal Tap Manier stellen in dem Film Michael McKean, Harry Shearer und Guest die fikitive Folkgruppe The Folksmen dar, welche sich für ein Reunionkonzert nach vielen Jahren erneut zusammen trifft. Beeinflusst ist der Film durch die Dokumentation The Weavers: Wasn’t That a Time! über das Weavers’ Carnegie Hall Konzert aus dem Jahre 1955.
Die Songs in A Mighty Wind wurden von den Darstellern und deren Umfeld extra für den Film geschrieben und sogar Live vor der Kamera eingespielt. Der Song „A Kiss At The End Of The Rainbow“ schaffte es sogar für den Oscar nominiert zu werden. Neben diversen Talkshowauftritten durften The Folksmen sogar als Vorgruppe für Spinal Tap zu eröffnen. Ganz oben angekommen kann man da fast schon sagen.
The Folksmen bei David Letterman: