Die Beasts Of Bourbon im Berliner Columbia Club

Juli 30, 2007

Obwohl die Beasts Of Bourbon tendenziell eher ältere Musik spielen, hätte deren gestriges Konzert im Berliner Columbia Club auch in den Jahren 1977, 1987, 1997 oder eben 2007 stattfinden können. Den jeweiligen Zuschauern wäre kein großer Unterschied aufgefallen.

Vom Rock ausgezerrt wie eh und je lieferte die Band einen positiven Beweis für zeitlose Rockmusik und eine energievolle Performance. Das fortgeschrittene Alter der Protagonisten auf der Bühne spielte dabei keine bedeutende Rolle und viel auch kaum weiter auf; das des Publikums allerdings schon.

Die Halle des Columbia Clubs füllte sich nur mäßig mit dem zu erwartenden männlichen Berliner Klientel und selbst bei Konzertbeginn war die Örtlichkeit nur maximal zu zwei Dritteln gefüllt. Sinnlose Absperrgitter vor der Bühne ein eher improvisierter Thekenstand sorgten zusammen mit der Architektur der Halle für eine leichte Dorffest- oder Schülerfetenatmosphäre. Dementsprechend kreischig war dann auch der Sound während des Konzertes. Dies war jedoch mit Beginn der Show bestenfalls nur noch Nebensache.

Mit dem Konzertanfang und den beiden Klassiker The Low Road und Just Right wurde relativ schnell die rockende Spreu vom posenden Weizen getrennt. Darauf folgten dann einige Songs von dem neuen Album Little Animals (acht Stück insgesamt am ganzen Abend), welche auch erstaunlich gut beim Publikum ankamen.
Rockstarerfahrungen mit den The Cruel Sea unterstützen den Sänger Tex Perkins, denn seine ironisch und extrem lustigen Bühneneinlagen führten zusammen mit seiner wahnsinnig prägnanten Stimme zu einer deutlichen Präsenz auf den Brettern dieser Welt.
Die Stimmung innerhalb der Band schien, wie es sich für eine richtige Rockband gehört, eher leicht gereizt. Tex Perkins und Gründungsmitglied Spencer P. Jones interagierten zwar gewohnt harmonisch, Bassist Brain Hopper schien jedoch Probleme mit dem Sound und anderen Bandmitgliedern zu haben. Auch Drummer Tony Pola hing zeitweise dem Beat etwas hinterher. Bei dieser Art des Ausdrucksrocks sollte das aber auch zeitweise so sein.

Die geniale Komposition Drop Out des alten Beasts Of Bourbon Schlagzeugers James Baker wurde eben diesen und dem anderen relevanten Exmitstreiter Kim Salmon gewidmet und war sicherlich mit dem Hound Dog Taylor Song Let’s Get Funky einer der Höherpunkte des Abends.

Die Gitarrensaiten wechselt die Band noch selber und auch der gesamte Abend wurde an den selben abgerockten Instrumenten und ohne Roadies bestritten. Die Band steigert sich immer mehr zum Ende des Konzertes hin und musste für zwei Zugaben wieder zurück kommen, bevor nach dem Schlusssong des neuen Albums Thanks nichts mehr ging.

Das Publikum bildete eher einen Gegenpol zu dieser mehr oder minder frischen Band. Die Menschen im Zuschauerraum waren zwar zum Ende hin immer euphorischer bei der Sache, der unbeteiligte Beobachter musste jedoch schnell feststellen, dass ein Generationswechsel im schlechten Sinne an diesem Abend stattgefunden hatte. Bestimmte Rockveranstaltungen scheinen nicht für generationsübergreifenden Fangemeinden gemacht zu sein. Leicht tragisch nur, wenn die Musik und deren Musiker im krassen Gegensatz dazu stehen. Das wahrgenommene Auftreten des Publikums der Columbiahalle hatte dann jedoch teilweise einen nervenden und konservativen Unterton und war symptomatisch für die anwesende geistig überalterte Kreuzberger Rockcommunity.

Dies Beasts Of Bourbon waren zwar eine zeitlang nicht wirklich aktiv, aber auch nie richtig aufgelöst und Rockgeschichte. Dieser Abend machte das wieder unmissverständlich klar. Wie gewohnt beschien das Konzert die rockige Seite der Australier. Die oftmals besseren Countrysongs blieben bei so einem Liveansatz größtenteils verständlicher Weise im Vinyl stecken. Hoffentlich geht es mit dieser Band trotzdem immer auf Platte und auf der Bühne so weiter.

Setlist (aus der Erinnerung nieder geschrieben und keine Garantie oder Anspruch auf Vollständigkeit und korrekter Chronologie):

1. The Low Road
2. Just Right
3. I Don’t Care About Nothing Anymore
4. I’m Gone
5. I Told You So
6. Hard, Straight & Long
7. Chase The Dragon
8. Bad Revisited
9. Little Animals
10. Master And Slave
11. Finger Lickin’
12. Driva Man
13. Too Much Too Late
14. Drop Out
15. Hard For You
16. Saturated
17. New Day Of The Dead
18. Let’s Get Funky
19. Thanks

Video zum Song I Don’t Care About Nothing Anymore vom neuen Album Little Animals:


Badly Drawn Boy spielt Bruce Springsteen

Juli 19, 2007

Viele erfolgreiche Musiker wie Kurt Cobain, die Manic Street Preachers oder Ryan Adams geben das musikalische Werk von Bruce Springsteen als wichtige Inspirationsquelle für ihr eigenes künstlerisches Schaffen an. Eine jüngste Huldigung an den Boss war das Album Born In The U.K. von Damon Gough, besser bekannt unter dem Namen Badly Drawn Boy, welches schon im Oktober 2006 erschien.

Born In The U.K. ist das erste Album von Badly Drawn Boy bei der EMI nach dem Bruch mit seinem bisherigen Label XL Recordings im Jahre 2004. Angeblich wurden für dieses neue Werk sogar zwischen 60 und 80 Songs geschrieben von denen dann 25 aufgenommen wurden, teilweise sogar mehrfach. Zwölf landeten dann schließlich auf dem endgültigen Album. Co-produziert wurde die Platte von Nick Franglen, eine Hälfte von dem bekannten Trip-Hop Projekt Lemon Jelly.

Damon Gough versucht auf Born In The U.K. analog zu Springsteens 1984er Meisterwerk Born In The USA die Erfahrungen seiner Kindheit in den 1970er und frühen 1980er Jahren im speziellen und seinem Leben in England im allgemeinen zu verarbeiten. Dies geschieht auch überwiegend im E-Street Band Breitbandsound mit einer großen Instrumentierung und einer massentauglichen Produktion. Teilweise ertönen Phil Spector mäßige Wall Of Sound Klänge mit vielen Streichern, Chören und Pianopassagen.

Ob diese neuen überdimensionierte Sounds dem Badly Drawn Boy gerecht werden, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Auch die Übertragung des amerikanischen Working-Class-Ethos auf den europäischen Kontext erscheint zunächst etwas gewagt. Dies ist aber zu mindestens ein solider Adaptionsversuch eines großartigen musikalischen Vorbildes für die individuellen Verhältnisse des nördlichen Englands.

Das Album ist dann auch kein wegweisenden Meisterwerk, aber trotzdem einen schönes Stück Musik was es verdient gehört zu werden und ein weiterer Beweis für die Relevanz eines Bruce Springsteen darstellt.

Soloversion des Titeltracks, einem der besten Songs des Album:


Ist Klaus Voormann wirklich ein Arschloch?

Juli 18, 2007

Der gebbürtige Sohn eines reichen Berliner Arztes, Klaus Voormann, gilt als einer der wenigen deutschen Beiträge zur internationalen Pop- und Rockmusik. Als Bassist und manchmal sogar als Gitarist oder Pianist spielte er im Studio und teilweise auch Live mit Legenden wie John Lennon, George Harrison, Ringo Starr, BB King, Dr. John, Manfred Mann, Eric Clapton oder Lou Reed zusammen.

Später entdeckte er Trio und arbeitete mit Heinz Rudolf Kunze oder Marius Müller-Westerhagen. Als Grafiker und Maler gestaltete er das legendäre Beatles Cover von Revolver, aber auch Plattenhüllen von so unterschiedlichen Musikern wie den Bee Gees, Paul McCartney und sogar Turbonegro. Seine schon im Jahre 2003 erschiene Autobiografie Warum spielst du Imagine nicht auf dem weißen Klavier, John? ist somit gespickt mit einer Vielzahl von Anekdoten und persönlichen Erinnerungen an seine alten musikalischen Weggefährten.

Obwohl Paul McCartney im Vorwort zu diesem Buch ironischer Weise schreibt, dass Klaus Voormann ein Arschloch ist, wird man sich beim lesen über diesen Sachverhalt nicht eindeutig klar. Mittelpunkt der Lebensrückschau bilden die Beatles mit deren einzelnen Mitgliedern Voormann Zeit seines Lebens eine innige Freundschaft pflegte. Schon während der Hamburger Zeit der größten Rockband der Welt war der ehemalige Student der Hamburger „Meisterschule für Gestaltung“ zusammen mit seiner damaligen Freundin Astrid Kirchherr (die Frau die den Beatles als Erste die charakteristischen Pilzköpfe verpasste) ein fester Bestandteil der Clique um die Fab Four.

Die entsprechenden Passagen der Biografie, welche sich mit dieser Zeit beschäftigen, sind dann auch die interessantesten des Buches. Eindrucksvoll schildert Voormann auch die negativen Seiten des Musikerlebens auf der Reeperbahn Anfang der 1960er Jahre. Mit George Harrsion hatte Voormann jedoch die innigste Freundschaft. Somit spielt der „stille Beatle“ und dessen viel zu früher Tod eine große Rolle in diesem Werk.

Man muss Voormann zugute halten, dass er mit einer gewissen Ehrlichkeit seine Geschichten erzählt. Vom anfänglichen Geständnis einer leichten Legasthenie, über seine rückblickende kritische Einschätzung der Manfred Mann’s Earth Band bis hin zu seinem Ärgernis darüber, dass er bei dem Tribut Konzert für den gestorbenen George Harrison zunächst nicht eingeladen und dann von einem jungen Bassisten teilweise ausgebootet wurde, wird in diesem subjektiven Buch nichts wirklich beschönigt.

Trotzdem entsteht manchmal ein bizarrer Kontrast, wenn man über die räumliche Aufteilungen von Schlössern einzelner Stars im Verhältnis zu deren Aktivitäten für hungernden Menschen in Bangladesh oder der Situation der amerikanischen Indianer informiert wird. Auch wenn die Millionäre sich als gutmütig und spendefreundlich erweisen, eine kritische Sichtweise auf die Beatles wird man nicht wirklich finden.

Ein großer Pluspunkt ist die optische Darstellung des Buches. Voormann – selbst Grafiker – weiß wie man einen Text lesefreundlich aufarbeitet, ohne dass das Werk dann unnötiger Weise überladen wird. Eine Vielzahl vom Autor selbst angefertigten Illustration und Fotos zieren das Buch und gut gesetzte Absätze mit typografischen Variation sorgen für einen angenehmen Lesefluss.

Ob Klaus Voormann nun wirklich ein Arschloch ist, weiß das Buch natürlich nicht eindeutig zu beantworten. Teilweise erscheint der Autor als bescheidener und liebenswürdige Zeitgenosse, manchmal schimmert jedoch auch zwischen den Zeilen dekadente und selbstgefällige Untertöne durch, welche auch bei der sogenannte Alt-68er Generation nicht selten zu finden sind.

Somit ist diese Biografie eher ein Zeugnis für das Selbstverständnis eines Protagonisten dieser Musiker- und Künstlergeneration. Aber eins ist jedoch ziemlich sicher: Im Rahmen einer persönlichen Begegnung mit Klaus Voormann würde ziemlich schnell Klarheit über dessen wirklichen Charakter herrschen. Und kann ein Mann mit so einem Lebenslauf wirklich ein Arschloch sein?

Interview unter anderem mit Klaus Voormann:


Bad Religion, Greg Graffin und das andere Amerika

Juli 17, 2007

Die US Punk Band Bad Religion macht weiter und scheint sich dabei auf musikalischer Ebene als der legitimen Nachfolger der Ramones zu etablieren. Letzte Woche wurde ihr neues obligatorisches Album New Maps Of Hell veröffentlicht. Musikalische Neuerfindungen darf man zum Glück davon nicht erwarten, denn es geht bei dieser Band zum Glück immer nur weiter wie bisher. Viel interessanter ist dagegen was der Sänger und Hauptsongwriter Greg Graffin alles so neben bei noch treibt.

Das Graffin einen Master in Geologie von dem bekannten UCLA in Kalifornien und einen Doktortitel in Evolutionsbiologie (der Titel seiner Doktorarbeit lautete: Monism, Atheism and the Naturalist Worldview: Perspectives from Evolutionary Biology) von der Cornell University besitzt, dürfte vielen Hörern bekannt sein. Schließlich unterscheidet sich die Qualität der Texte und das Auftreten der Band wohltuend von alltäglichen Fun-Punk Bands wie NOFX, Blink 182 oder The Offspring. Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang jedoch weitere Veröffentlichungen unter seinem Namen.

Da ist zunächst sein erstaunliches zweites Soloalbum Cold As A Clay aus dem Jahre 2006 was eine intensivere Betrachtung verdient.
Aufgenommen und gemischt in nur einer Woche und dann auch veröffentlicht von Graffins langjährigen Weggefährten und Bad Religion Gitarristen Brett Gurewitz auf dem hauseigenen ANTI- Label, einem Unterlabel des weltweit größten Indie-Labels Epitaph Records, bietet dieses Werk für Graffin-Fan eher unbekannte – aber durchaus nicht ungewöhnliche – Country- und Folktöne.
Spartanisch begleitet wird er dabei auf diesen elf wunderschönen, akustischen, mehr oder minder bekannten Folkstandards von drei Mitgliedern der gefühlvollen The Weakerthans an den Instrumenten und der Sängerin Jolie Holland an der zweiten Stimme. Beachtlich sind dabei auch Graffins gute Fähigkeiten an der Gitarre, Klavier und Mundharmonika. Erstaunlicherweise fügt sich auf dieser Platte alles so gut ineinander, dass kein zu erwartender Bruch entsteht. Viel mehr erschließt sich dadurch der Einfluss von traditioneller, amerikanischer Musik auf den Stil von Graffins Hauptband, wodurch dieses Album auch in gewisser Weise als eine abgespeckte Bad Religion Platte durchgehen könnte. Sicherlich kein Meisterwerk, sondern einfach nur ein sehr gutes und geschlossenes Album, welches viele brauchbare Erkenntnisse beim Hören liefert.

Ein weiteres interessantes Werk von Dr. Graffin ist das schon im Mai 2006 erschienene Buch Is Belief in God Good, Bad or Irrelevant?: A Professor And a Punk Rocker Discuss Science, Religion, Naturalism & Christianity.
Dieses Buch besteht hauptsächlich aus einer Konversation des Sängers mit dem christlichen Geschichtsprofessor Preston Jones über Themen wie Religion, Gott und Evolution, welche größtenteils über Emailverkehr stattgefunden hat. Aufgrund der hohen fachlichen Qualifikation der beiden Protagonisten driftet der Text nicht durch Banalitäten und Stereotypen ab und langweilet aber auch nicht mit übersteigerten intellektuellen Ausführungen.

Diese Aktivitäten beweisen, dass die unterschiedlichsten Tätigkeiten sich untereinander trotzdem beeinflussen können und keine Ausschlussverfahren für parallele Unternehmungen bilden. Somit wird es auch in Zukunft bei Bad Religion immer weitergehen.

Greg Graffin singt Solo den Bad Religion Klassiker Suffer am 4. Mai 2006 in Berlin:


Steve Earle und die Washington Square Serenade

Juli 11, 2007

Seit dem Album The Revolution Starts…Now aus dem Jahre 2004 ist es ungewöhnlich still um Steve Earle geworden. Zuvor veröffentlichte der Songwriter im Jahrestakt für fast zwei Jahrzehnte gute Alben. Nun kehrt der Grammy Award Gewinner am 25. September mit seinem neuen Album „Washington Square Serenade“ zurück.

Die Songs auf dem Album sollen von der Stadt New York inspiriert worden sein, in welcher der Südstaatler Earle nun seit etwa einem Jahr wohnt. Aufgenommen wurde das Werk im legendären Electric Lady Studio unter der Aufsicht von dem Produzenten John King von den Dust Brothers.

Neben einer Coverversion des Tom Waits Klassikers Way Down In The Hole beinhaltet das Album auch das Duett „Days Aren’t Long Enough“ von Earle mit seiner Frau Allison Moorer und die Antwort „Tennessee Blues“ auf den ersten Steve Earle Hit Guitar Town aus dem Jahre 1986. Bei dem Song „City Of Immigrants“ soll sogar die Band Forro In The Dark mit traditioneller brasilianischer Musik mit dabei sein.

Des weiteren spielt Steve Earle die Rolle des „Waylon“ in der US-Serie The Wire, betreibt Samstagabends die einstündige Radiosendung The Steve Earle Show und arbeitet gerade an seinem ersten Roman. Eine umfangreiche Tour wird für den Herbst angekündigt. Hoffentlich dann auch mal in Deutschland.

Steve Earle singt Live den Bob Dylan Klassiker „It Takes A Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry“:


Spinal Tap auf dem Live Earth Gig in London

Juli 8, 2007

Metallica spielten drei Hits von ihrem Black Album, Bloc Party und Keane trugen ihre pathosgestützten Sounds vor und erstaunlicherweise rockten die Foo Fighters und Beastie Boys extrem hart. Die größte, beste und wichtigste Auswirkung des weltweiten Live Earth Spektakels war jedoch sicherlich, dass sich Spinal Tap für diesen Auftritt wiedervereinigten.

Und so heizte, angekündigt von This Is Spinal Tap Regisseur Rob Reiner alias als Marty DiBergi, die Band um Nigel Tufnel und David St. Hubbins dem Londoner Wembley Stadium am 7.7.2007 deutlich ein. Für ihren Lieblingsplaneten spielten Spinal Tap unter anderem ihren Klassiker Stonehenge.

Neben das Nigel bei einem Song Mandoline spielte war das Finale des Auftrittes am beeindruckendesten. Mit an die 30 Bassisten spielte die Band den aus dem Spinal Tap Film bekannten Song Big Bottom. Mit dabei an den uneingestöpselten Viersaitern waren unter anderem Nate Mendal von den Foo Fighters, MCA von Beastie Boys sowie James Hetfield, Kirk Hammett und Robert Trujillo von Metallica. Von dieses Auftritts soll dann auch eine neue 15-Minuten-Dokumentation erstellt werden. Basser geht es nun wirklich nicht!


Auf The Hellacopters kann man nun anstoßen

Juli 3, 2007

Jon Bon Jovi hat sich neulich im Interview darüber ausgelassen, dass sein größter Vorteil gegenüber dem US-Präsidenten ist, dass er den Privatjet und die Villa nach dem Ende seiner Karriere behalten kann. Barbiemässige Actionfiguren von seinem Antlitz interessieren ihn dagegen nicht sonderlich. Ein Indikator für die bevorstehende größenwahnsinnige, popkulturelle Weltherrschaft sind diese Dinge anscheinend allemal.

Die schwedischen The Hellacopters sind diesem Ziel nun auch ein Stück näher gekommen, denn jetzt gibt es den ersten und offiziellen The Hellacopters Flipperautomaten!

Der Name dieses Sammlerstückes lautet wie das Anfang des Jahres erschienende Best-Of-Album Air Raid Serenades. Ausgedacht und konstruiert haben sich dieses Monstrum der Unterhaltungskunst Wade Krause und Dirty Donny und die Visions hat immerhin schon Fotos davon am Start.

Das perfekte Gerät um das mediale Sommerloch unbeschadet zu überstehen. Also wenn genügend Platz und das nötige Kleingeld vorhanden ist unbedingt zugreifen. Bleibt zu hoffen das sich die Musik von den normalen Flippersounds wohltuend in Richtung Bandsound unterscheiden wird.

Video zu dem The Hellacopters Song „No Song Unheard“:


Woody Guthrie Konzert-Mitschnitt aufgetaucht

Juli 1, 2007

Woody Guthrie war einer der größten Songschreiber des letzten Jahrhunderts und Vorbild von unzähligen Musikern, darunter auch Größen wie Bob Dylan, Pete Seeger oder Ramblin’ Jack Elliot. Vor einiger Zeit ist ein Mitschnitt von einem Konzert von Woody aufgetaucht der nun noch in diesem September unter dem Titel „The Live Wire“ veröffentlicht werden soll.

Fünf Jahre lang hat es gedauert die seltenen Aufnahmen zu bearbeiten und zu restaurieren. Ursprünglich wurde das Konzert von Woody Guthrie und seiner tanzenden Frau Majorie in dem YMCA Hostel in Newark (New Jersey) im Mai 1949 von Paul Braverman auf dem seltenen „Webster Wire Filament Recorder“ aufgenommen.

Besonders interessant dürfen neben der Musik auch die Ansagen von Woody sein, in denen er viel über die Songs, Kindheitserinnerungen und andere Dinge spricht. Seine Frau übernimmt dabei die Moderation, indem sie unter anderem neue Songs ankündigt und Woody weiter anspornt. Man darf gespannt sein.

Das Tracklisting soll folgender Maßen aussehen:

1. Intro: How much? How Long? (15:02)
2. Black Diamond (4:51)
3. I Was There And The Dust Was There (6:56)
4. The Great Dust Storm (3:35)
5. Folk Singers And Dancers (5:28)
6. Talking Dust Bowl Blues (2:16)
7. Tom Joad (6:17)
8. Columbia River (1:47)
9. Pastures Of Plenty (2:39)
10. Grand Coulee Dam (3:33)
11. Told By Mother Bloor (1:18)
12. 1913 Massacre (4:32)
13. Quit Sending Your Inspectors (2:33)
14. Goodbye Centralia (3:11)
15. A Cowboy Of Some Kind (1:20)
16. Dead Or Alive (3:42)
17. Jesus Christ Has Come! (1:35)
18. Jesus Christ (3:46)

Woody Guthrie singt „John Henry“: